Der letzte Abschnitt der Reise

24 11 2017

Jungejungejunge….is das anstrengend!!!
Alles!!! Aufstehen, essen, baden, hinlegen, lesen, das Meer beobachten, pieschen gehen, nochma wieder hinlegen, quatschen, wieder was essen, massieren lassen, nochma im Meer erfrischen und erstma wieder hinlegen – wir wollen es ja nicht übertreiben sonst gelten wir noch als hyperaktiv! 😉
Nachdem wir den anstrengenden Ritt auf die Insel (Koh Lanta) hinter uns gebracht haben, ham wir jegliche Aktivität eingestellt! 😀
Aber das Rumlümmeln tut nach den 2,5 Wochen rumreisen&entdecken auch mal gut! Außerdem müssen die ganzen Eindrücke erstmal verarbeitet werden!
Und alle zwei Tage sollte man sich eine Massage gönnen- nicht nur weil man hier so viel rumliegt, sondern um euch sagen zu können, dass die hier alle echt super sind!!!
Wir wissen gar nicht, wie wir das in Hamburg wieder ohne aushalten sollen?!
Und bei ca. 7,5 € für eine Stunde ist das Verwöhnprogramm noch im Reisebudget! 😉
Wir hab auf Koh Lanta etwas am Rand des großen Strandes, wo sich ein Hotel neben die andere Anlage  bzw. Restaurant reiht, gewohnt, aber genau das war das Tolle: Da ist es schön ruhig! Und die kleinen Bambushütten, die Palmen und Elefantenohr-Bäume am Strand vermitteln den perfekten Eindruck vom Paradies! 😀
Da stört es auch nicht, dass wir in der zweiten Reihe in einer Art Bunker gewohnt haben! 😉 Der war zumindest einigermaßen kühl bei 32Grad im Schatten und wir vegetieren ja eh nur draußen herum! 🙂
So viel gibt es von Koh Lanta allgemein gar nicht zu berichten…das Wasser verschwindet alle paar Stunden und wir haben mittags immer eine leckere Fruchtplatte und kühle Getränke genossen- wahlweise Cocktails am frühen Abend! 😉
Samstag war ich auf einem Tauchtrip! Es ging nach Ko Bida! Ein unbewohnter Felsblock neben Koh Phi Phi. 🙂
Vor der verabredeten Zeit wurde ich abgeholt, mit einer anderen Deutschen Divemaster Sean „zugeteilt“ und schon ging’s auf’s Boot! Kurze Vorstellung des Bootes, kleines Briefing, Frühstück und nach knapp zwei Stunden ging es ins Wasser! 😀
Wer schonma Tauchen war, weiß wie anders und vor allem toll die Unterwasserwelt ist!!! So beeindruckend: Hunderte, Tausende, Millionen Fische! Ohne zu übertreiben! Die Stelle ist bekannt für die großen Yellow Snapper Schwärme und wir waren umgeben von der Wolke!! Richtig witzig! Ich wusste nicht, dass man in so viele Augen gleichzeitig gucken kann!! 😉
Neben anderen Korallen, Algen, Seesternen und Fischen haben wir auch eine kleine schwarz-weiße Schlange gesehen. Wieder an Board erzählte Sean, dass das eine der giftigsten Schlangen der Welt ist und man tot ist, bevor man an der Wasseroberfläche ankommt. :-/
Gut, dass wir das nicht vorher wussten!!!
Nach einer knappen Stunde unter Wasser ging es zu einem weiteren Spot und wieder waren wir 55 Minuten im klaren Blau!! Beim zweiten Tauchgang haben wir zwei riesige Tintenfische gesehen! Das Weibchen hat grad Eier abgelegt und als drei große Fische vorbei kamen und an das Gelege wollten, hat das Männlich sich heldenhaft aufgebäumt und „gekämpft“!! 🙂
Und wir haben….taadaa… einen Leopardenhai gesehen! 😀 Der hat ganz entspannt am Grund geschlummert! 😉 Sehr hübsch und wenn man ihn direkt von vorne sieht, sieht es aus, als würde er grinsen! 😉
Leider hatte ich Jess Cam nur beim ersten Tauchgang dabei, so dass ich den Kollegen nicht fotografieren konnte. :/
Egal!! Die Erinnerung zählt! 😀
Später ging es dann zurück, es gab noch Mittag und die Abschlussbesprechung und nach der Taxifahrt lag ich schon wieder bei Timmi am Strand! 🙂
Abends haben wir natürlich wieder lecker gegessen…Fried Cashew Nuts with Chicken is Timmis neues Lieblingsgericht! Vor dem Nachtisch (Banana-Pancake with Chocolate) hab wir endlich mal wieder ne Runde gespielt (Phase 10&Kniffel). 🙂
Sonntag haben wir dann nochmal wieder auswärts ein leckeres Käseomlette und die Fruchplatte gefrühstückt, bevor es nach dem halben Strandtag zur Fähre ging. Netterweise wurden wir deutlich (!) vor der vereinbarten Zeit abgeholt (Stress!), sind zum Hotel um die Ecke gefahren und haben dort zwei Leute aufgesammelt um gleich danach wieder zu …unserem Hotel zu fahren, um noch zwei Gäste aufzunehmen… ähm ja…Effizienz und so… 😉
Am Hafen war wildes Treiben und man könnte meinen „chaotisch“ kommt eine neue Bedeutung…aber irgendwie war doch alles geregelt und Dank der großzügig und immer verteilten bunten Sticker landet jede Langnase auf dem richtigen Boot! 😀
Nach einer Stunde waren wir schon auf Koh Phi Phi und nach etwas Wartezeit hat uns das Hotel-Shuttle schon in die nächste Bucht gefahren. Da grad Ebbe war, war das Waten bis zum Longtailboot inklusive! Bei 30 Grad warmen Wasser aber nicht so dramatisch! ;-P
Es folgten 20 Minuten auf dem Boot, ein klitzekleiner Spaziergang und als wir im Hotel ankamen, waren unsere Rucksäcke schon da. 🙂
Wir sind nochmal fix an den Strand gegangen und haben ein Gewitter auf uns zu kommen sehen. Da wir aber eh mal wieder ausgehungert waren, ging es nach ner knappen Stunde im feinen weißen Sand ins Restaurant. Gerade noch rechtzeitig vor dem Wolkenbruch! 😉 Bei immer noch angenehmen 26 (?!) Grad, einem Dach über dem Kopf und leckerem Essen vor der Nase, aber alles halb so wild! 😉
Mo. lagen wir nur am Strand und haben uns abends massieren lassen. Di.sind wir mal wieder aktiv gewesen (Timmi hat eine Wanderung über die Insel gemacht, um mich nachm Tauchen in der „Stadt“ zu treffen.)
Dort haben wir dann Eisrolle und Kokosnusseis gegessen, sind noch etwas durch den kleinen Ort geschlendert und abends ging’s mim Longtailboat wieder zurück in „unsere“ Bucht. 😀
Mi.war dann wieder „ausruhen“ angesagt und wir haben uns nochma ordentlich gegrillt. Abends natürlich wieder eine Massage mit reichlich Kokusnussöl und gestern haben wir dann einen Teil der Rückreise angetreten: Mit dem Longtailboat in die „Stadt“, von dort mit der Fähre nach Krabi, dort mit dem Taxi zum Flughafen und in 1:20h nach Bangkok. Dort wieder mit dem Taxi zum Hotel und dann gab es ein, zwei, viele Getränke in der Khao San Road (KO-San-Road)! Jungejungejunge
…das is mal schief gegangen…sind beide ziemlich abgestürzt! :-/ Juja weiß Dank unseren Sprachnachrichten, wie schlimm es war… 😉

Heute hatten wir natürlich den übelsten Hangover! Trotzdem haben wir noch ein paar Souvenirs gekauft, dann doch lieber noch einen Mittagsschlaf gemacht und abends weiter die letzten Baht ausgegeben- unter anderem natürlich für eine Massage! 😉

Nun liegen wir im Bett und morgen früh geht’s in die Heimat…wie immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge! 😉

Und hier noch eine Handvoll Strandbilder: https://www.dropbox.com/sh/0m16zi2e2bdv9qm/AACl1pQJ3cuZqg6O79tx9iNKa?dl=0

 



Khai Yai und Bangkok

15 11 2017

Hallo! Viele Grüße vom Strand! 😉

Es sind schon wieder ein paar tolle Tage vergangen, von denen ich euch berichten kann, bevor ich erzähle, dass wir mittlerweile bei 30 Grad auf Koh Lanta am Strand liegen! 😀 Ich hörte, dass in HH grad etwa 29 Grad weniger sind…?!? 😛

Also, letzte Woche Samstag waren wir morgens ein bisschen im Backpackerviertel in Bangkok an den Essensständen eskalieren! War aber alles lecker (viel Keks-artiges oder etwas aus Manjok). Danach waren wir richtig in der Khao San Road frühstücken und haben die ganzen kaputten Menschen beobachtet – ein meeega Spaß! 😀

Danach wollten wir bei STA Travel ein paar Tipps für unseren Besuch im Khao Yai National Parc erfragen…wo man uns aber mitteilte, dass das ein schwieriges Unterfangen ist! :-/ Enttäuscht also die gesamten weiteren Pläne in Frage stellen und am Ende zu dem Schluss kommen, dass wir trotzdem auf eigene Faust nach Pak Chong fahren um uns dort eine Tour zu organisieren. Und da wir uns auch endlich zwei Inseln im Westen (Adamanensee) ausgesucht hatten, haben wir noch schnell das Bahn-Bus-Boot-Ticket für Dienstag gekauft. (Während ein lauter Umzug durch die Straße zog und Timmi den Stuhl vom Reisebüro zerstört hat).

Danach ging es mit Sack und Pack zum Busbahnhof und auch gleich in den richtigen Bus, so dass wir gute 3,5 Stunden inklusive Schläfchen trotz lautem thailändischem Fernsehen kurz vor Einbruch der Dunkelheit in Pak Chong ankamen. Fix ins nächstgelegene Hotel, zur Freude für nur 10€ pro Person ein Zimmer bekommen und raus um doch noch eine Tour für den nächsten Tag zu bekommen. An der Rezeption hatte man uns zwar schon einen Flyer gegeben, aber wir wollten ja zumindest noch ein paar andere Hotels abklappern und Programme & Preise vergleichen.

Mehr als ein anderes Hotel mit einem weiteren Anbieter (der uns nicht zusagte) und eben dem Flyer aus „unserem“ Hotel, haben wir aber nicht geschafft, denn dann sind wir auf den Nachtmarkt mit unzähligen Essensständen gestoßen! 😀

Also leckeres, natürlich meistens frittiertes Fleisch (Schwein, Hühnchen), ebensolches Gemüse und ein paar Kleinigkeiten abgegriffen, bevor wir uns mutig an den Maden-Grillen-Grashüpfer-Mix gewagt haben! 😀 Glücklicherweise hat die Verkäuferin mit dem haarigen Pickel am Hals noch ordentlich Sojasoße und Salz über die Proteine gehauen und so haben wir mit einem Bier zum Spülen tatsächlich alle drei Tierchen probiert!!! Fazit: Grille schmeckt einfach nur frittiert und salzig, Grashüpfer auch, aber bei dem verhaken sich die Beine noch etwas in den Lippen und im Mund; und die Maden schmecken nach Kartoffel! 😛 Das Bier und ein kleinen Nachtisch später ging es zurück zum Hotel um schnell die Tour zu buchen! Glücklicherweise gab es noch zwei freie Plätze!

Am nächsten Morgen ging es nach einem besseren Frühstück als gedacht (nein, nicht nur ein Toast mit Butter/Marmelade) auch schon überpünktlich los! One (unsere „Guidein“) ist mit einem Deutschen zusammen (LIEBE?!) und so bekam jeder sein Paket mit Blutegel-Socken und los ging´s!

Wir hatten das große Glück, die einzigen beiden Kunden zu sein und hatten so unseren Privatguide! 😀 Also mit dem Pickup zum Parkeingang! Auf dem Weg haben wir interessante Sachen zur Gegend und One erfahren. Und kaum im Park am Aussichtspunkt angekommen, zeigte One uns auch schon ein paar Affen (Makaken)!

Dann ging es zum Visitorscenter um z. B. zu erfahren, dass es früher mal Tiger im NP gegeben hat. Einer hat allerdings mal zwei Menschen getötet und wurde daraufhin ebenfalls getötet.

Danach hat One uns noch eine große, grüne Echse gezeigt und anschließend sind wir losgewandert. Keine zwanzig Meter im Dschungel hat uns eine große Horde Affen willkommen geheißen! 😀

One hat uns auch noch große Spinnen, die Löcher von Skorpionen und Spuren von Elefanten gezeigt. Insgesamt hat sie natürlich einen super Blick für vieles, was uns nicht aufgefallen wäre! Leider haben wir aber keinen der ca. 400 Elefanten, die im Park leben, gesehen.

Nach der Wanderung ging es weiter zum Wasserfall, von dem Leonardo Di Caprio in „The Beach“ gesprungen ist. Haew Suwat heißt der ca. 25 Meter hohe Wasserfall. Von oben sieht er auch echt hoch aus! Von unten wiederum höchstens wie 15 Meter! 😉 Und der blau-türkise Farbfilter fehlte! 😉 Dafür gab es natürlich ganz viele Touristen – meistens Einheimische, weil ja Sonntag war!

Vor dem Wasserfall hat One uns noch sehr, sehr leckeres Mittagessen zubereitet! 🙂 Gut gestärkt sind wir also erst zu dem eben genannten und später noch zu einem etwa doppelt so hohen Wasserfall gegangen. Bei ca. 28 Grad und der hohen Luftfeuchtigkeit mussten wir auch noch einige Hunderte Treppenstufen überwinden. Da war dann auch klar, warum One am Auto warten wollte! 😉

Auf dem Rückweg haben wir auch wieder eine riesige Horde Affen an der Straße sitzen sehen, und konnten später noch ein Wildschwein beim Fressen beobachten. Das ist laut One seltener als eine Elefantenfamilie zu sehen!
Gegen 19 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel und können „One Khao Yai National Parc Tour“ nur jedem empfehlen! Die Dame versteht ihren Job und hat ihr Hobby zum Beruf gemacht (früher hat sie nämlich im Krankenhaus in Bangkok gearbeitet).

Zum Abendessen sind wir wieder auf dem Markt durchgedreht: Dieses Mal gab es neben dem Fleisch auch Fisch, Pommes, kleine Fleischbällchen (von denen auf Nachfrage behauptet wurde, dass sie süß seien), und auch etwas, was wir „ein Paket Mann“ nennen: Ein paar beige, lilane und grüne Teigtäschchen, die nicht wirklich appetitlich aussahen und mit einer Kokossoße übergossen werden, was entsprechend schnell zu falschen Gedanken führt… 😛 Geschmeckt hat es trotzdem, aber die Konsistenz des Essens und die damit verbundene Vorstellung, war etwas seltsam.. 😉

Am Montag habe ich Timmi dann überredet, den Zug zurück nach Bangkok zu nehmen, statt den Bus zu nutzen.

Leider kann von Komfort bei unter einem Euro für die vier Stunden natürlich nicht die Rede sein! 😉 Aber es war super interessant – ständig kommen Verkäufer durch den Zug gelaufen und man kann wirklich alles (!) bekommen. 😉

Unsere Mitfahrer waren auch toll: Ein alter Mann, der uns möglicherweise ausgeschimpft hat, ein behinderter junger Mann, der alle halbe Stunde den Platz gewechselt hat, eine thailändische Familie, die drei Stunden lang durchgängig gegessen hat,… Man kann auf jeden Fall nicht sagen, dass es unspannend war! 😉

Dazu der Blick nach draußen, der tatsächlich nochmal anders ist, als wenn man von der Straße aus schaut.

Teilweise ist es doch erschreckend, dass viele Thais tatsächlich noch in Wellblechhütten wohnen. Und zwar direkt am Bahngleis bzw. zwischen den Gleisen und den riesigen Straßen! :-/ Die Armut war uns bisher ganz gut verborgen geblieben. Wobei der Dreck und die Bettler eigentlich daraufhin deuten. Aber das gehört wohl immer dazu. :-/

Nach dem Einchecken im schicken Hotel ging´s natürlich wieder raus auf die Straße. Erstmal eine Portion Pad Thai und Frühlingsrollen, danach noch etwas durch die Straßen laufen und unnötigen Kram kaufen und am Ende natürlich noch mit einem Shake eine einstündige Fussmassage! 😀 Leider waren die Jungs etwas übermotiviert, so dass ich echt Schmerzen hatte, als er diese Nervenpunkte mit dem Holzstab punktiert hat. Er dachte, dass ist witzig… :-/ Timmi wurde beinahe der kleine Zeh abgerissen..

Nach einer mega erholsamen Nacht im nobelsten Hotel bisher ging es zum Frühstücken wieder zu den Straßenständen! 😀 Allerdings haben wir uns eher Proviant für die anstehende Nachtfahrt mit dem Zug geholt und haben im Endeffekt im Restaurant gefrühstückt: Ich hab sogar die „einheimische“ Reissuppe mit Shrimps gegessen! 🙂 Sehr lecker!! Nur etwas hot bei 30 Grad gegen 10:30 Uhr… 😉
Nach einer weiteren Rumstrohmertour durchs Viertel haben wir uns nochmal eine Massage bzw. Pediküre gegönnt! Danach gabs natürlich noch eine Portion Pad Thai und ab ging es mit Sack und Pack zum Bahnhof um mit leichter Verspätung gegen 17:30 Uhr gen Süden zu rollen.

Nach einer guten Stunde hat man uns netterweise die Betten runter gebaut und schupps waren alle hinter den Blauseidenen verschwunden. Timmi hat im Vergleich zu mir sehr gut geschlummert, und gegen 5 Uhr waren wir endlich in Surat Thani, wo wir sofort als Herde Touris von Einheimischen abgefangen wurden: Koh Phiphi, Koh Lanta, Ko Samui,..?!?! Und zack hatte man einen Aufkleber mit der entsprechenden „Zielinsel“ auf der Brust! Einen schnellen Kaffee und ab in den ersten Minibus. Irgendwo angekommen, aussteigen, Backpack raus, in einen großen Bus rein, einsteigen, und für ca. zwei Stunden weiter. Irgendwann werde ich zwischendurch wach und sehe einen von den Angestellten durch den Bus wackeln und auf die Rucksäcke starren… hab mal so getan, als würde ich schlafen. Aber als er dann tatsächlich an den Rucksack einer anderen Touristin geht, beweg ich mich und verjage ihn damit natürlich..- :-/ Voll mies! Da nimmt man als Touri den Shuttle schon über Nacht in Anspruch und wird auch noch fies abgezogen! :-/

Nach dem großen Bus wieder in einen kleinen Shuttle zum Hafen. Aber denkste…wieder 1,5 Stunden warten und dann: Über zwei Stunden in einen anderen Shuttle gequetscht nach Koh Lanta fahren…mit der Fähre..im Shuttle…nicht mit dem Boot, wie erwartet! Boa, war ich angepisst!!! Nach 22 Stunden eingepfercht neben Rucksäcken bei der Wärme auszuhalten, ist nicht so toll! :-/
Danach fix in ein TukTuk und „schon“ waren wir im Hotel! 😀 Das Zimmer ist zwar ein kleiner Bunker, statt ner Bambushütte, aber dafür wohnen wir jetzt direkt am Strand! 😀

Haben den restlichen Nachmittag in vorderster Reihe verbracht…bei leckeren Getränken..jaaa…auch Cocktails!! Leckereien und einem grandiosen Sonnenuntergang! 😀

Danach waren wir noch baden und nun regnet es etwas, aber wir halten das im Bikini immer noch gut aus! 😉

Unsere dritte Reisepartnerin Juja ist nun leider wieder im Krankenhaus Altona!!! :-C Wir haben noch nicht viel mehr gehört, sind aba in Gedanken bei ihr!

 

Fotos: https://www.dropbox.com/sh/buw48yv9l59qc99/AAC61NXKvRuE1Iv8OIhI8LmTa?dl=0

 



Gibbon Experience und Luang Prabang

10 11 2017

Hm…eigentlich möchte ich immer gar nicht so große Abstände zwischen die Einträge kommen lassen, aber dadurch, dass man hier soooo viel erlebt, komme ich zeitlich immer in Schwierigkeiten.. 😉

Nach unserer Luxus-Taxi-Fahrt zur Laotischen Grenze, haben wir unser Visa-on-arrival bekommen (natürlich gegen Geld- aber keine Angst: Alles legal und offiziell), dann haben wir noch nem Holländer aus der Patsche geholfen, da er komplett blank war und der ATM an der Grenze kein Geld ausspucken wollte. Mit einem schrabbeligen TukTuk ging es nach Huay Xai Downtown und da der Holländer noch kein Hotel gebucht hatte, wir aber ja eigentlich für drei Leute gebucht hatten, konnten wir ihn dort „vermitteln“ und ohne Probleme auf ein Zweierzimmer umbuchen (ohne finanzielle Verluste!;)). Und die Auslagen haben wir auch von ihm zurück bekommen.

Danach ging es schnell zum Abendessen, was vergleichsweise leider schlecht war: Von drei bestellten Gerichten (Reis mit Fleisch und Gemüse, Frühlingsrollen und Pad Thai), bekam Timmi Fleisch mit Gemüse ohne Reis. Dann wurden irgendwann die Frühlingsrollen per Motorroller von irgendwo besorgt und meine Nudeln kamen erst, nachdem ich sie nochmal bestellt habe. :-/

Anschließend Geld holen: Weil ich verwirrt und übermüdet war und die Währung noch nicht darauf hatte, habe ich erstmal nur 10 € abgehoben – natürlich mit 2€ Gebühr! :-/

Zurück ins Hotel, lange mit Juja skypen, umpacken für die Tour, Blog hochladen, schlafen.

Montag gab´s dafür einen derbe leckeren Pancake mit Nutella und Banane, dann ging es auch schon zum Office, eine kleine Video-Einweisung/Information, dann wurden die Gruppen aufgeteilt (zwei Tage vs. drei Tage) und ab in den Pick-Up. Statt dem Schläfchen, was wir uns für die 2-2,5 Stunden Fahrt erhofft hatten, also die bergige Landstraße rauf und runter! 😉

Ein kurzer Stopp und weiter ging´s: Durch einen Fluss!!! Ohne nasse Füsse und mit den drei Guides, die nun auch noch mit auf der Ladefläche saßen, folgte nun eine Fahrt über einen Lehmwegweg für weitere 45 Minuten. Durch das Hin-und-Her-Gerutsche auf der Bank waren wir froh, dass wir die schmalen Guides nicht zerquetscht haben- schließlich brauchten wir die ja noch! 😀

In einem Mini-Dorf weit ab von jeglicher Zivisilation wurden wir entladen, bekamen ein Mittagssnack, dazu eine Dose Bier und dann hieß es bei ca. 25 Grad bergauf wandern für 1,5 Stunden- immerhin im Schatten! 😉

Zwischendurch (weil wir Mädels die Jungs und älteren Mitglieder der Gruppe abgehängt hatten) stoppten wir, bekamen die Zip-Line-Gurte und Handschuhe und weiter ging es.

Danach folgte endlich die erste Fahrt!!! 😀 Timmi hatte sich mit Hypnose auf der Unterfangen vorbereitet und deshalb die erste „Line“ souverän gemeistert!!! Von da an, war sie wortwörtlich nicht mehr zu bremsen!!! Jedes Mal hatte sie von allen am meisten Speed drauf und sauste durch den Urwald!! Spaß hatten sowohl sie, als auch die sechs anderen Gruppenmitglieder und ich! 😀

Gegen 15.30 Uhr kamen wir in unserem Hotel aka Baumhaus an!!! Eine riesige Unterkunft verglichen mit Baumhäusern, die man aus dem Kindesalter kennt! Und der Blick: Unbeschreiblich!!!

Die drei anderen Pärchen und wir haben uns unsere Schlafplätze ausgesucht, mit einander bekannt gemacht, kalt geduscht (aber bei dem besten Ausblick, den eine Dusche haben kann) und dann wurde auch schon das Abendessen zu uns „gezipplinet“! 😉

Das war seeeehr lecker, die Leute voll cool, die Guides witzig (vor allem die Lache) und die Kartentricks unterhaltsam!

Trotzdem haben Timmi und ich uns gegen 20 Uhr verabschiedet und sind in unserem Separee verschwunden – die Nacht davor war einfach zu kurz!

Dafür haben wir fantastisch geschlafen! Alle Geräusche aus dem Dschungel, keine störenden oder lärmenden „Sachen“ (Autos, Laoten, Maschinen),…und nach knapp zwölf Stunden waren wir bereit für neue Wanderungen und Zip-Lines! 😀

Gestärkt ging es nach dem Frühstück rein ins Grün: Schweißtreibende Walks von einer Zipe-Line zum anderen Baumhaus und weiter und wieder zurück und nochmal und dann wieder umgekehrt! 😉

Wir haben ein Baumhaus besucht, welches grad noch gebaut wird; ein anderes was etwas kleiner ist, als unseres; eines, was etwas höher ist als unseres (man kann dort zum „Fenster hereinfliegen“); und eines in der die andere Gruppe untergebracht war, welches sich über drei Ebenen erstreckt!

Bei der hohen Luftfeuchtigkeit war das „Zippen“ eine willkommene Erfrischung und wir haben den „Spielplatz für Erwachsene“ voll ausgenutzt! 😀 Selbst die kleinen Blutegel, die einige aus der Gruppe auch fies gebissen haben, haben dem Abenteuer keinen Abbruch erteilt.

Zwischendurch gab es Mittag und abends wieder leckeres Abendessen (man behalte vor allem im Hinterkopf, dass alle Lebensmittel ebenfalls in die Abgeschiedenheit gebracht werden, in dem die Leute zu den „Küchen-Häuschen“ wandern und „zippen“!!!)

Nach einer weiteren total erholsamen Nacht im Urwald, hatten wir beim Frühstück das Glück, dass unser Guide tatsächlich Gibbons gesehen hat (wenn auch in Hunderten Meter Entfernung)! 😀

Dank der Ferngläser und der konkreten Beschreibung: „Dort hinten im grünen Baum!“, haben wir die bedrohten Affen doch noch gesehen. 😀

Nach dem Packen ging es zurück in Richtung Zivilisation – allerdings nicht ohne nochmal einen Zip-Line-Marathon an der „Kreuzung“ hinzulegen! Das macht echt soooo irre viel Spaß, wenn man richtig in den Gurt bzw. die Zipline reinspringt und mit Karacho zur Plattform saust!!! 😀

Auf dem Rückweg ging es dann einmal zu Fuss und später (nach dem Lehmweg-Abenteuer) auch wieder mit dem Pickup durch den Strom. Ein leckeres Mittagessen am Fluss und eine – nun ja bekannte und daher profimäßig-absolvierte Rückfahrt mit dem Pickup später, waren wir wieder im unschönen Huay Xai, konnten im Gibbon-Office noch duschen, nebenan was futtern und wurden dann zum Busbahnhof kutschiert um den sogenannten VIP-Bus nach Luang Prabang zu besteigen. Bett 1 und 2 wurden uns zugewiesen! Wie sich herausstellte, handelt es sich dabei um ein (!) Bett von ca. 1 m Breite und 1,8 m Länge! Da Timmi und ich uns nicht gänzlich unbekannt sind, war das Kuscheln okay! 😉 Seltsam wäre es mit einem fremden Laoten gewesen… :-/

Von den „gut ausgebauten Straßen im Norden Laos“ (wie es im Reiseführer heißt), konnten wir in den elf Stunden leider nichts feststellen. Bergauf, bergab, links, rechts – ein Driften in alle Himmelsrichtungen trotz des beschränkten Platzes war inklusive! An Schlaf war trotz „Löffelchenstellung“, lautem Laotischen Geschnatter, schräger laotischer Musik und regelmäßigem Gehupe natürlich nicht zu denken! :-/

Entsprechend gerädert kamen wir um 5 Uhr in Luang Prabang an, fanden aber trotz anderer Touris gleich ein gutes Hotel, welches uns die Chill-Out-Ecke um 6h zur Verfügung stellte und dessen WiFi wir nutzen konnten! 😉

Danach wurde in einem der unzähligen sehr guten Cafés lecker gefrühstückt und mit Rädern die kleine Stadt erkundet. Die „Altstadt“ liegt auf einer kleinen Halbinsel an der Kreuzung vom Nam Khan (man achte auf die Betonung) und Mekong und gefällt uns seeehr gut!! 😀

Mittags war ein kleines Schläfchen nötig und nach einer Dusche, unter der ich fast verbrüht wäre, hätte ich mich dann nicht für kaltes Abduschen entschieden, haben wir uns endlich mal wieder zu einer Massage begeben! Dieses Mal natürlich eine Laotische! 😉

Anschließend ging es (ohne Fahrräder, weil die wirklich nicht so gut waren) über den Nachtmarkt (Souvenirs) und ich bin ein wenig eskaliert, so dass ich am Ende nicht mal mehr Geld hatte, um mir etwas zu Essen zu kaufen! 😀 Zum Glück habe ich Timmi und musste nicht verhungern! 😉

Ausgehungert wie wir waren, haben wir leider den erst besten Stand gewählt, ohne die noch tolleren Stände später zu inspizieren…

Heute haben wir ausgeschlafen, waren wieder in der Stadt und haben die Bambus-Brücke auf Standfestigkeit getestet. Die wird jedes Jahr wieder gebaut, weil in der Regenzeit zu viel Wasser den Fluss entlang fließt, so dass sie weggerissen wird.

Gegen Mittag haben wir uns mal mit der Planung der nächsten Reiseschritte befasst und sind danach noch weiter durch den Ort gedackelt, haben noch ein paar Sachen gekauft (allerdings sind wir etwas traurig, nicht nochmal den Nachtmarkt nutzen zu können), Köstlichkeiten probiert und dann ging es auch schon wieder zum Flughafen um Laos zu verlassen und wieder nach Bangkok zu fliegen. Luang Prabang ist unserer Meinung nach wirklich ein richtig hübscher, schöner, ruhiger Ort, für den es sich lohnt nach Laos zu reisen!! 😀

Wenn wir wieder in Thailand sind, lade ich diesen Eintrag und die Bilder hoch und wir lassen uns nochmal die Fussnägel machen, da der Nagellack eine schreckliche Begegnung mit dem Mückenspray nicht überlebt hat! 😉

Das Essen im Flugzeug war unnötig, aba geil! 😛
Nicht, dass wir zuvor noch drei Köstlichkeiten (gegrillten Manjok, gegrillte Banane und Lao Pancake (kleine Kokos-Burger)) getestet und eigentlich keinen Hunger mehr hatten… 😉
Aber das Essen war ja nun im Preis mit drin… 😉
P.S. Hatte ich erwähnt, dass Juja von uns den Auftrag hat, jeden Tag zehn Bilder in unsere Gruppe zu stellen?!? Weil wir sie ja auch zuspamen! 😉 Bei diesen Bildern hatte sie auch ihre Lieblingsschwester im Krankenhaus und einen Bericht über das Lichterfestival fotografiert. 😀

Juja hat mittlerweile das Krankenhaus verlassen und konnte nach Hause fliegen! Sie fehlt natürlich hier, aber immerhin geht es ihr mittlerweile besser! Nun kann sie von ihrer Mama und Steffen gesund gepflegt werden und in Zukunft Urlaub auf Rügen machen! 😉

Btw: Entschuldigt bitte die Rechtschreibfehler im letzten Eintrag! :-/

 

Bilders:

https://www.dropbox.com/sh/03dkv5f3efrvew4/AAB76UvoE-V_UVDYJeHqiCVya?dl=0

Irgendwie funktioniert das dieses Mal nicht… einfach den Link oben kopieren und dann könnt ihr die Bilder sehen! 😉

 



Chiang Mai

5 11 2017

Second one 😉

Hab letztes Mal in der Kürze glatt vergessen zu erwähnen, dass es in dem einen Tempel soooo extrem nach Schweißfuss stank!!! Das sieht man auf den Bilder ja immer nicht, aber ich wollte es euch nicht vorenthalten! 😉 Bei 1000, 2000 oder 3000 Chinesen auf wenigen Quadratmetern auch normal! 😉
Btw: Timmi hatte freundlicherweise einer Chinesenfrauengruppe beim Fotos machen geholfen und als Dank sollte Juja unbedingt mit ins Bild! 😀
Und was ich auch vergessen habe zu erwähnen: Ich habe leider beim Probieren des Pilz-Spießes ein Loch in die Plastiktüte gebohrt und dies Timmi nicht gesagt.. Was dazu führte, dass Timmi dann Petersilie-Koriander-Soße auf ihrem Shirt hatte! :/ Sorry for that!!

So, weiter im Text:
Weil es zum Standardprogramm gehört, haben wir in der zweiten Nacht in Südostasien so gut wie gar nicht geschlafen! 🙁 Ob es am Kaffee oder der Ausgeruhtheit durch die lange Nacht davor lag- man weiß es nicht.
Mittwochmorgen gabs trotzdem fix ein Frühstück, anschließend hieß es ab ins Taxi zum Flughafen.
Leider hat Juja irgendwas an ihrem Sandwich nicht vertragen, so dass ihr von da an durchgängig schlecht war! :-/ Unpassenderweise hatten wir auch noch einen ehemaligen Formel-1-Fahrer als Taxi-Mann…
Offensichtlich musste er aber Zeit im Berufsverkehr rausschlagen, um an einer Tankstelle schnell einen Hahn zu verschicken! 😛
Nach einer fürchterlichen Stunde für Juja, sind wir endlich am Flughafen gewesen…um zu erfahren, dass der Flieger Verspätung hat…
Letzendlich waren wir nach einem ruhigen Flug aber gegen 14.30 Uhr im Hotel in Chiang Mai.
Juja hat uns das Erkunden der Stadt und Planen der nächsten Tage überlassen. Sie war zwar noch kurz mit beim 7/11 um sich mit Wasser&Bananen zu versorgen, aber selbst als sie uns später noch kurz im Restaurant&Café besucht hat, ging es ihr nicht besser.
Die Nacht sollte für sie auch noch schlimmer werden, so dass sie am nächsten Tag auch nicht wie geplant mit zu den Elefanten konnte. 🙁
Also haben Timmi und ich auf Jules Anraten&Empfehlen die Stunde Fahrt im Minibus zum neuen Elefanten-Camp gemacht und wurden mehr als belohnt!!!
Es gibt seit ca.zwei Jahrzenten eine Thailänderin (Lek), die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Elefanten aus ihrem Arbeitsalltag zu befreien. Viele werden hier noch für die Holzpfählerei oder als Zirkustiere gehalten. 🙁 Lek „kauft“ die Elefanten und deren Wärter auf, um ihnen ein schönes Leben ohne Tierquälerei zu bieten. Die Mahuts werden derart eingebunden, dass sie weiterhin einen Job mit/bei den Elefanten haben, aber diese eben nicht mehr so schlecht behandeln. Mittlerweile gibt es zig dieser Camps und das, in dem wir waren, wurde einen Tag zuvor eröffnet!!! Da neben Timmi und mir nur vier andere Leute die Tour gebucht hatten, könnten wir uns um die drei Babyelefanten und einen Opaelefanten kümmern!!! 😀
Wir bekamen die „Elefanten-Wärter-Uniform“ und haben die Bananen gewaschen und das Zuckerrohr zerschnitten. Danach durften wir die Dickhäuter füttern und uns mit ihnen bekannt machen, bevor wir samt Mahuts und natürlich Elis in den Dschungel spaziert sind! 😀 Das war großartig!! Die Viecher latschen dahin, wo sie Futter riechen und nehmen sich einfach den Platz, den sie brauchen!
Einmal sind sie sich selbst an einer engen Stelle in die Quere gekommen: Da würde richtig kräftig trompetet und dann war offensichtlich klar, wer vorne laufen würde! In etwa so, wie wenn kleine Kinder sich streiten. 😉
Wir konnten die Rüsseltiere füttern, streicheln, Fotos machen, beobachten,…einfach diese großen Tiere auf uns wirken lassen! Mega schön! 😀
Zum Mittag ging es zurück ins Camp, die Elis sind vor Freue förmlich in ihre Gehege zum Futter gesprintet!! Am Nachmittag sind wir alle (Elis&Menschis) im Fluss baden gegangen! 😀 Wir durften die Dickhäuter komplett nass machen und sie haben das Selbe mit uns gemacht in dem sie ihren Rüssel von rechts nach links ins Wasser geschlagen haben. Mega witzig!!
Insgesamt eine richtig tolle Tour ohne Touri-Elefanten-Reiten-Programm etc. Ich denke, 270 Bilder sprechen wahrscheinlich für sich!! 😉

Abends haben wir dann Juja leider ins Krankenhaus bringen müssen! :-C Über den Tag ist ihr immer schwindeliger geworden und die Magenschmerzen wurden auch immer fieser. Laut erster Diagnose des Doktors hat sie eine Lebensmittelvergiftung! Möglicherweise von der Mayo im Sandwich- seit dem ist es ja immer schlimmer geworden. :-/ Und Timmi und ich haben zwar unvernünftigerweise ansonsten alles (rohes Gemüse, …) gegessen, aber bisher kommen unsere Saumägen wohl gut damit zurecht.. 😉

Juja hatte sich informiert, dass das das beste Krankenhaus in Chiang Mai sein sollen. Und es ging auch alles ratz-fatz. Fortschrittlich wurde Juja am Anfang mit ´nem Bild erfasst, was dann jeweils die behandelnde Schwester oder der Arzt auf seinem IPad hatte.

Nach dem Check-In haben Timmi und ich die Chance genutzt und sind Fisch essen gegangen! 😉 Kleiner fieser Spaß- ich weiß! Dabei haben wir eine andere Deutsche kennen gelernt, die vom Lichterfestival am WE in Chiang Mai erzählt hat. Dazu später mehr. Nach dem Essen ging es für uns zum Hostel, um uns ein Hotel für die nächsten paar Nächte zu organisieren, da ja feststand, dass wir vorerst nicht geplant, nach Chiang Rai reisen würden.

Am nächsten Morgen sind wir nach dem Hotel-Hopping zu Julchen um sie auf ihrer Station zu besuchen. Vergleichsweise hatte sie das bisher komfortabelste Zimmer der Reise erwischt: Einzelzimmer, klimatisiert, privates Badezimmer, All Inclusiv was das Essen angeht, persönliche Betreuung auf Knopfdruck! 😉

Zum Glück hatte der ADAC Dank Steffens Kümmern schon Kontakt zum Krankenhaus aufgenommen und so war mit der Bezahlung des „Luxus-Aufenthalts“ zumindest alles geregelt.

Aber so spaßig das Ganze klingt, lustig war es für Juja natürlich zu keiner Zeit! Im Gegenteil: Schmerzen im Magen und der extreme Schwindel haben dazu geführt, dass Juja verständlicherweise nur nach Hause wollte! 🙁

Nach dem Besuch am Vormittag und dem Versuch sie etwas aufzumuntern und abzulenken, sind wir durch Chiang Mai gestromert. Ein kleiner Besuch im Park mit gefühlt einer Million Tauben (.-C ), einer echt wohltuenden Massage und nem Snack am Straßenstand, sind wir kurz in Hotel, um dann weiter zur Brücke am Fluss zu tingeln. Timmi hatte ermittelt, dass man dort hin muss, wenn man die bekannten Laternen steigen lassen oder zumindest sehen will.

Auf dem Weg dorthin haben wir zig hundert Leute gesehen, die die selbst Idee hatten und Dank des Gruppenzwangs haben wir am Ende auch solche kleinen schwimmenden Krathong gekauft. Die sind aus Palmen und Blumen, sehr hübsch, und mit Kerzen und Räucherstäbchen dekoriert. Man zündet die Krathong an und schickt diesen Wunsch den Fluss runter.

Für Juja wollten wir auch noch unbedingt einen Wunsch losschicken, so dass wir eine Laterne gekauft haben und dann zur Brücke gegangen sind.

Dort war es schon „etwas busy“, aber wir haben noch ein schönes Plätzchen gefunden und konnten zusehen, wie es immer, immer voller wurde. Kaum war es dunkel wurden auch die ersten Laternen angezündet und abgeschickt. Bei dem Menschenauflauf gab´s natürlich immer wieder kleine Zusammenstöße, aber soweit wir das sehen konnten, wurde niemand ernsthaft verletzt. Von den Laternen in der unter Strom stehenden Straßenbeleuchtung und den brennenden Laternen in den Bäumen mal abgesehen. 😉

Wir haben Jujas Wunsch unter Mithilfe von einem älteren einheimischen Ehepaar (das wir auch mit nach Deutschland nehmen wollten, weil sie so süß waren und die wir schon Mai und Rai genannte haben), und nach dem ausgiebigen Studium von anderen Anfängern angezündet und in den Nachthimmel entlassen! Hoffen wir, dass der Wunsch in Erfüllung geht- ihr ist es im Moment am meisten gegönnt!!! Der Himmel sah mit den ganzen Laternen echt sooo schön aus! 🙂

Nach einem halbstündigen Kampf um von der Brücke zu kommen (es war soooo viel voller als beim Hafengeburtstag o.ä.), haben wir noch unsere Schiffchen aka Wünsche in den Fluss gesetzt und sind den herabfallenden Feuerbällen um ein Haar entkommen.
Danach wurde fix auf dem Nachtmarkt gegessen, um dann mit dem Tuktuk ins Krankenhaus zu fahren um zu schauen, wie es Juja ging und ihr von unserem Tag zu berichten.

Am Samstag sind wir dann natürlich nach dem Frühstück wieder zu Juja gefahren. Leider ging es ihr vergleichsweise schlecht, was uns natürlich alle traurig gemacht hat. 🙁 Trotz Medis waren die Magenschmerzen wieder da und so weit entfernt von zu Hause ist alles nochmal etwas mehr kacke als zu Hause! :,-C

Übrigens ist uns ein Tuktukfahrer gleich davon gefahren, als wir ihm erzählt haben, wo wir hinwollen! 😀 Angsthase!

Wir sind nach dem traurigen Besuch trotzdem zu unserer Wanderung aufgebrochen. Timmi war so vernünftig, ihr Veto in Bezug auf eine organisierte Wanderung für teures Geld einzulegen und so sind wir Dank der Google-Ergebnisse zu „DIY trekking Chiang Mai“ auf diesen Trip gekommen.

Man startet an einem Wasserreservoir und schlägt sich sprichwörtlich seinen Weg durch den Urwald! In den Kommentaren steht sogar, dass man seine Machete mitbringen soll. Die hatten wir leider nicht und so mussten die Beine herhalten! :-/ Timmi war so clever, eine lange Hose anzuziehen! 😉

Durch den Dschungel ging es zu einem riiiiiiesigen Wasserfall!!! Der war soooo beeindruckend! Locker 20-25 Meter hoch waren wir ordentlich beeindruckt und haben uns gefreut, dass wir ihn mit Maps.me gefunden haben. Schilder oder andere Touris sucht man nämlich vergebens. 😉 Was für uns zu einer kühlen Dusche mitten im Wald geführt hat! Herrlich- nach dem Schwitzen durch das bergauf Laufen! 😀

Erfrischt ging es bis auf knapp 700 Meter hoch. Von dort hatten wir einen tollen Blick in die Umgebung und konnten Dank wenig Smog sogar bis nach Chiang Mai gucken! Am Hubschrauberlandeplatz mitten im Nirgendwo (was bringt der da?!?!) haben wir ein Picknick gemacht und die Familienpackung Chips weggeschreddert! 😀 Es lebe die gesunde Ernährung! 😛

Danach sind wir die restlichen Meter zum See zum Glück ohne viel Hinplumpsen trotz des teils rutschigen Bodens. Dort hat uns nach kurzem Frisch-Machen der Tuktukfahrer vom Vormittag wie verabredet aufgegabelt und wir sind wieder zu Juja gefahren. Ich konnte meine zerkratzten Beine von meinem Kampf mit dem bekannten thailändischen Löwe zeigen….

Abends ging es Juja erfreulicherweise schon deutlich besser als am Morgen und wir konnten noch einen schönen Abend zusammen verbringen und uns dabei über die aufmerksamen und lieben Schwestern (pee or poo) amüsieren, bevor wir nicht wirklich lecker zu Abend gegessen haben (das Essen war so langweilig, dass sogar ich scharfe Soße über den Reis mit Scheiß gießen musste). Danach mussten wir leider Jujas Koffer nach „brauchbaren“ Sachen durchflöhen, weil nun feststand, dass sie nicht weiter mit uns reisen wird.

Die Lebensmittelvergiftung hat sie so schwach gemacht, dass sie sobald es irgendwie möglich ist, nur noch nach Hause fliegen möchte, um sich dort vollständig zu kurieren.

Am Sonntagmorgen mussten wir also samt Jujas Koffer ins Krankenhaus und nach der Abmachung, dass ab jetzt jeder täglich zehn Bilder in unserer WhatsApp-Gruppe posten muss, hieß es dann Abschied nehmen!!! :-C

Der Plan Anfang diesen Jahres war ein anderer und nach nur zwei richtigen Tagen in diesem südostasiatischen Land so viel Zeit im 11.Stock eines Krankenhauses zu verbringen, hat sich keiner gewünscht! Wir wünschen der Eule natürlich ganz schnelle und gute Besserung und werden als Garnelenschwänze die Reise mit ihr in Gedanken weiter machen und so oft es die Internetverbindung zulässt Videocalls machen! 😀

Nun sitzen wir im Taxi, um nach Chiang Khong zu fahren. Durch den Stress der letzten Tage haben wir es verbaselt, ein Busticket zur Grenze nach Laos zu kaufen und so ist alles ausgebucht und uns bleibt nur diese teure Variante. Aber für 78 € für fünf Stunden fährt man in Deutschland auch noch kein Taxi! 😉 Also die Zeit nutzen, den Blog schreiben und Bilder für euch aussuchen! 😉

Eine kleine Anekdote noch: Hier gibt es häufiger unattraktive europäische Männer (Deutsche?!) und klischeemäßig laufen diese Hand in Hand mit Thailänderinnen. Unsere Verachtung haben sie meist eh, aber letztens laufen wir hinter so einem Pärchen und selbst die einheimischen Thais verspotten diese Pärchen, denn in dem gehässigen Thai-Satz war das deutsche Wort „LIEBE“ eingebaut und klang alles andere als ernstgemeint! 😉

Wir melden uns Donnerstag wieder, wenn wir von den Gibbons und dem drei-Tage-Zipline-Trip zurück sind! 😉

Bilder: https://www.dropbox.com/sh/athecy57l863nnw/AAD4IWGFEqt3m8CMOteKAMOna?dl=0



One night in Bangkok!

31 10 2017

Soooo…..es ist schon wieder ein Jahr her, dass ich das letzte Mal geschrieben habe… 😉
Aber da sich einige doch über einen Blog freuen würden und ich festgestellt habe, dass bei den Trips ohne Einträge ein paar Erinnerungen doch schneller verblassen, schreibe ich also wieder fleißig alle paar Tage! 😀

Nach dem Lesen der vergangenen Reiseberichte habe ich mir aber vorgenommen, mich mal etwas kürzer zu fassen.. mal sehen, ob das klappt! 😉

Also,… Sonntag (29.10.17) ging´s gegen Mittag los! Netterweise hat Timmis Papa uns hingefahren und Juja konnte sich trotz Magengrummeln vor Aufregung von Steffen verabschieden.
Rucksäcke zum Sperrgepäckschalter, trotz (gefüllter) Wasserflasche durch die Sicherheitskontrolle und bei Sturm in die kleine Maschine nach Helsinki. Der Flug ging fix vorbei (wir konnten alle ein kleines bisschen schlummern) und unpassenderweise wurden wir mit Schneeregen in Finnland begrüßt! Zum Glück saßen wir schon kurze Zeit später im Flieger nach Bangkok und konnten (nach ner ¾ Stunde Wartezeit am Gate) losjetten. 😀 Weil wir so cool sind, haben wir uns einen Film ausgesucht (How to be Single) und alle gleichzeitig auf Play gedrückt, so dass wir Dank des recht flachen Humors den Bereich um uns herum unterhalten haben! 😛

Nach dem Essen und wegen akuter Müdigkeit wollte ich dringend dukeln, aber das wollte einfach nicht klappen! :-/ Leider ging es Timmi und Juja ähnlich, so dass wir nach ca. 10 Stunden vollkommen gerädert in Thailand angekommen sind 🙁 Der Start hätte besser sein können.

Für Juja lief es leider noch blöder, da sie ihren Ring von Stefan und Eko irgendwo im Flieger verloren hat und trotz Nachfrage beim Personal nicht mehr wieder finden konnte! :,-( Die Tränen waren verständlich!

Nachdem wir dann unser Touri-Visa im Pass hatten, konnten wir ein Taxi ergattern (seltsames System!) und im Berufsverkehr nach Downtown schleichen…knapp 1,5 Stunden! Boar, ging mir das aufn Geist!! Todesmüde – wie Anna sagen würde – und schon wieder sitzend, war ich bzw. waren wir happy endlich in Rambuttri anzukommen. Ab ins Hotel und erstmal ein zweistündigen Powernap!

Danach waren wir fitter und bereit die Stadt zu erkunden- natürlich erst nach dem ersten ultra süßen iced coffee mit Kondensmilch! 😛

Übers Unigelände hat uns Guide Juja zum Wat Pho geführt: Dem liegenden 43 Meter langen, 15 Meter hohen goldenen Buddha! Nachdem sie die Mönche eiskalt um einige Baht Spenden beschissen hat, wir gaaanz viele Bilder gemacht und die hübschen Tempel bewundert haben, ging es noch kurz an den Mini-Markt am Fluss. Die kleinen Stände waren Dank des hohen Wasserstandes zwar geflutet, aber das tut den freundlichen Verkäufern keinen Abbruch!

Auf dem Rückweg ging es in die Parallelstraße zur Khao San Road. Die zuletzt genannte ist DIE bekannteste Backpacker-Straße in Bangkok…laut, bunt, voll und es gibt nichts, was es nicht gibt. Für den Anfang also die Parallelstraße und Guide Juja hat uns zielsicher zum ihr bekannten Massagetempel geführt! 😀 Vorher ein Shake für jeden und dann wurden 30 Minuten die geschundenen Füsschen verwöhnt! Herrlich!!! 😀 Und das alles für umgerechnet 3,5€! 😀

Weil Timmi und ich nicht genug bekommen konnten, haben wir uns gleich noch eine Pediküre gegönnt, so dass sich die Quadratlatschen nun auch in FlipFlops sehen lassen können! 😉

Anschließend führte uns die Querstraße zur Khao San Road und wir waren mitten drin im bunten Treiben! 😀 „One night in Bangkok“ und „Hangover 2“ kommen inhaltlich nicht von ungefähr… ;-P

Nach einem leckeren Snack am Straßenstand (PhaThai, Chickenkebap) waren wir so erledigt, dass wir zeitig zurück im Hotel waren! 🙂

Nach zehn Stunden Schlaf sind wir in den neuen Tag gestartet: Leckeres Frühstück, Hähne abschicken (kein Bild vom thailändischen Hahn an Steffen schicken), einem Marsch zum Uni-Campus und einigen Selfie-Stick-Bildern am Fluss hieß es: Lange Klamotten an und ab zum Königspalast!

Der ist wirklich, wirklich schick!! Gaaanz viele vergoldete und in feinster Handarbeit verzierte Tempel, zig Buddhastatuen und unzähligen Chinesen (okay, die haben etwas genervt)! Ich denke, die Bilder sprechen für sich! War echt schön dort! 🙂

Danach folgte bei dem Genuss von leckeren Mini-Ananas eine Flucht vor den chinesischen Reisegruppen- leider missglückte diese und wir standen innerhalb weniger Minuten wieder in der Meute!:-P

Auf der anschließenden einstündigen Bootstour über den Fluss und durch die Kanäle (alle Häuser stehen dort auf Stelzen und sind teilweise fies abgesackt uuuund wir haben eine dieser Flussechsen gesehen), ging es über den Amulettmarkt. Dort haben wir allerdings nix gekauft, sondern was gefuttert! 😀 Juja hat uns „fried morning glory“ empfohlen und Timmi hat mutig den ersten Bissen genommen – leider war es recht scharf und da TinTin nicht mehr raucht (seeeeehr vorbildlich!!!), musste schnell ein Schluck Wasser her! Ohne Chili oder Chilikerne war der thailändische Wasserspinat aber sehr lecker! 😀

Anschließend gab es wieder iced coffee um die Nachmittagsmüdigkeit zu überlisten und schwups waren wir wieder im Backpackerviertel! Wir hatten das Bedürfnis, noch etwas in das Gewusel einzutauchen und haben uns eine gute Stunde durch die Straßen treiben lassen. Dabei wurde Juja freundlicherweise vom Bus durchgelassen, ne Sekunde darauf jedoch fast vom Rollerfahrer umgenietet! :/

Ein Besuch im Supermarkt, hat ergeben, dass es auch 15-Minuten-Terrinen gibt! 😉

Danach war es dringend Zeit für eine Maniküre (Timmi), Aromamassage (Juja) und Thaimassage (me)! Selbstverständlich wieder im Massagetempel von gestern! Wunderbar!!!

Danach haben wir noch ein paar seltsame Sachen auf dem Markt probiert: Gegrilltes, leider etwas wabbeliges Hähnchen, gegrillte scharfe, Petersilien-Koriander Pilze, mit Ei oder Kokos getoppte Mini-Crepes mit Baisée, frittierter Käse in Sashimi und frittierte Käse-Mehl-Bälle….

Um am Ende doch wieder die Standard-Fleischspieße oder eben PhaThai und Frühlingsrollen zu essen. Als Nachtisch gab es einen groooßen Obstbecher und während Timmi und Juja sich nochmal die Füsse massieren haben lassen, habe ich mich schonmal an diesen Eintrag gesetzt! 🙂

So far – morgen geht’s nach Chiang Mai! 🙂

 

 

BILDER: https://www.dropbox.com/sh/tvj7vajjbxhby26/AAAZiuohSwpMdPjaf4PynD8ma?dl=0

 



Raften oder auch Nahtoderfahrung, und die Tour in den Jungel

22 11 2016

Nach dem lässigen Tag in Tena wurde es am nächsten Tag deutlich spannender! Um 9h wurden zu unserer Raftingtour abgeholt. Unser Guide Tovi (gesprochen Tobi) war ca.1,55m groß und sah aus als wäre er 15 oder 16 Jahre alt….wie sich später heraus stellte, ist der Anfang 30 und hat bereits zwei Söhne im Alter von 7&8 und eine kleine Tochter. So viel dazu….das Alter der Leute hier ist einfach super schwer zu schätzen…wenn man die ganzen Jungs hier sieht, die Auto, Bus oder Boot fahren, fragt man sich ständig, ob man heil ankommt… Aber bisher machen alle ihren Job richtig gut!! Auch wenn einiges wahrscheinlich an Kinderarbeit grenzt! 😛

Also ab in den Pick-up und los…ca. einen Kilometer…dann hat uns eine Parade von einer Schule den Weg abgeschnitten…am 15. November war der Jahrestag von Tena und es gibt/gab deshalb viele Feiern drum herum. Nachdem wir dann irgendwann noch zwei Amis eingeladen hatten (einer davon wollte bald auch in Rafting-Guide werden und sollte deshalb mit dem Kajak nebenher fahren, um den Fluss kennen zu lernen. Seine Freundin sollte mit uns im Raft mitfahren. Wir haben uns anfangs noch etwas darüber „beschwert“, dass es nur Schwierigkeitsstufe Nr. 3 sein sollte…aber dazu später mehr…;)

Nach ner ¾ Stunde Fahrt, Pipi und einer sehr guten Einweisung ging es aufs Wasser. Der Fluss hatte genau die richtige Temperatur, obwohl unser Guide meinte, dass er kalt sein würde, weil er von den Gletschern kommen würde. Die Gletscher scheinen aber recht weit weg zu sein, weil man gut im Wasser baden konnte! 😉

Die Umgebung ist einfach nur meeega schön!!!! Der Fluss führt direkt durch den Urwald und so weit das Auge reicht, sind keine Häuser oder sonstige Hinweise auf Zivilisation zu erkennen! Einfach Jungel, wie man sich den Jungel eben vorstellt.

Wir haben mit einigen „einfachen“ Stromschnellen angefangen und waren recht zügig recht nass, was bei einer Temperatur von 30 Grad und Sonne aber nur angenehm war!!! Während der 2,5 Stunden vor dem Mittag waren wir also ein paar Mal gewollt im Wasser…zum Beispiel als wir mutig vom Monkey Rock gesprungen sind oder uns ein paar Mal an einer Liane in den Fluss geschwungen haben!!! 😀

Zum Mittag gabs dann ein (oder zwei) leckere Borritos und Bananenbrot zur Stärkung sowie den leckeren Eistee, den wir auch schon am Tag zuvor getrunken hatten. Tovi meinte, dass man in Ecuador bleibt, wenn man zu viel davon trinkt.. 😉

Anschließend ging es weiter durch die Stromschnellen! Auf Nachfrage wurde es immer ein bisschen wilder… ein Strudel wollten wir nach dem Passieren nochmal bekämpfen und sind von hinten angepaddelt. Dann ging es wild hin und her und trotz des Hinweises sich ins Boot zu setzen, wurde Franci fies rauskatapultiert und verschwand kurz im Strudel! Einen Moment später schoss dann auch Tovi aus dem Boots und die Amerikanerin und mich hats von rechts nach links geschmissen!!! Glücklicherweise war der Ami im Beiboot dabei, der uns gesagt hat, dass und wie wir paddeln müssen, sonst wären wir noch ewig da drin stecken geblieben!!!

An der nächsten ruhigen Stelle haben wir Franci und Tovi wieder eingesammelt. Franci wurde von Xavi dem Safety-Kajak-Fahrer (nicht der Ami) eingesammelt und weiter ging es!!! Und da wir einfach nicht genug bekommen konnten, hat Tovi uns „Bullriding“ angeboten! Einer sitzt vorne auf dem Raft und versucht sich festzuhalten, während die anderen durch die Stromschnellen paddeln! Die Amerikanerin hat die Aufgabe gut gemeistert. Danach war ich dran und sagt noch: Davon geht’s richtig ab… Zack rein in den Strudel, ungewollt rein ins Boot, so dass Franci und ich zusammen gequetscht wie Schildkröten da lagen! Und obwohl wir nicht erwartet hätten, dass wir dort jemals wieder rauskommen würden, ging das doch schneller als gedacht und wir wurden beide volle Granate auf dem Boot geschmissen! Das alles ging so schnell, dass wir keine Zeit mehr hatten, um Luft die holen und so fanden wir uns in der nächsten Sekunde irgendwo im Wasser wieder. Trotz Schwimmweste und vorhandenen Schwimmkünsten waren wir beide sehr lange ohne Orientierung und vor allem ohne Luft unter Wasser! Ich kann zwar nur für mich sprechen, aber ich empfand die Zeit als echt schlimm!!! Weil die Lungen danach verlangen und man keine vernünftige Entscheidung mehr treffen kann, holt man irgendwann einfach Luft…und schluckt natürlich literweise Wasser statt Luft! Ein richtig schlimmes Gefühl!!! Irgendwann bin ich irgendwo aufgetaucht…ein Schuh schwamm vor mir flussabwärts und ich musste erstmal mein Shorts und die Bikinihose wieder anplünnen, die mittlerweile in den Kniekehlen hingen! Aber ich habe Luft bekommen!!! Ohne scheiß! Ich war soooo froh!!! Xavi hat sich auch etwas erschrocken und offensichtlich nicht damit gerechnet und hat erstmal Franci aus den Fluten gezogen! Meine Paddelpartnerin war sogar noch etwas länger unter Wasser und hatte schon kurz ganz andere Gedanken…  So viel also zu „nur Klasse 3“ und der Nahtoderfahrung! :-/ Vielleicht ist es langsam mal an der Zeit vernünftiger zu werden?!? Immer mehr wollen, immer krasser,…nach der Aktion haben wir tatsächlich mal drüber nachgedacht, ob wir manchmal vielleicht etwas zu riskant sind…

Aber auch Tovi hat sich offensichtlich etwas erschreckt und sich anschließend mehrfach entschuldigt! Danach ist die Fahrt dann auch etwas ruhiger geworden, aber alles in allem war die Tour mal wieder eine meeeega coole Aktion!!!! 😀

Abends hatten wir das Glück noch in unserem Hostel duschen und das Internet nutzen zu dürfen! Anschließend ging es peruanisch Essen und dann in den Bus nach Lago Agrio.

Der Bus ist mit hundertachtzig Sachen in jede Kurve gegangen (uns es gab viiiiiele Kurven) und so waren wir immerhin „in time“ in Lago. Leider war es da erst 2:30h, aber Inga aus dem Hostel in Tena hatte uns von einem „blauen Planeten“ erzählt, wo man auf dem Dach noch in Hängematten chillen darf, bis man abfährt…?! Also völlig verpennt, die Taxifahrer danach fragen und siehe da- das gibt es wirklich! Vor der Tür stehend, hat es uns jedoch eher an ein Stundenhotel erinnert… aber tatsächlich ist es ein „Recreation center“ mit Schwimmbad und tatsächlich einem Restaurant und Hängematten auf der überdachten Dachterrasse! 😀 Da wir die ersten waren, hatten wir freie Wahl und konnten bis um 7.30h noch einiges an Schlaf nachholen! 😀 Für günstige 3 $ gab es dann noch ein Frühstück und kurz danach wurden wir schon von dem Bus abgeholt und nach dem Einsammeln der anderen Touris zwei Stunden lang durch den Sekundärwald gefahren. (Das ist ein Regenwald, der bereits nicht mehr der ursprüngliche ist). In „Aguas Negras“ angekommen, gab es Mittagessen, bevor es zwei Stunden im kleinen Boot weiter ging! Auf dem Weg hat uns unser Guide Neiser schon den ein oder anderen Vogel (bitte fragt uns nicht nach den genauen Namen) gezeigt und wir haben sogar Affen gesehen! 😀

Kurz vor der Lodge hat es dann noch ordentlich angefangen zu schütten…aber wir waren ja mittlerweile auch im Regenwald! ;-P

Der Cuyabeno National Park nimmt mit dem Yasuni NP eine riesige Fläche im Osten des Landes ein. Zum Glück sind das alles geschützte Flächen und nur für ein paar Touristen in Form einer Tour zugänglich! Allerdings befindet sich unter dem Gebiet eines der größten Erdölreservoirs der Erde und der eigentlich recht beliebte Präsident hat die Förderung dessen „leider“ zugelassen, was besonders für die Ureinwohner bedeutet, dass früher oder später große Laster oder kilometerlange Pipelines durch ihren „Garten“ führen. :-/

In der Lodge angekommen, hieß es nach kurzer Zeit bereit machen für ein Bad im Sonnenuntergang! 😀 Auch wenn das Wasser in der Lagune Badewannentemperatur hat und nicht unbedingt blau schimmert, war es eine sehr willkommene Erfrischung! Danach stand eine Nachtwanderung auf dem Plan. Also Gummistiefel an, Taschenlampe in die Hand und auf geht’s! Keine fünf Meter im Wald wartete schon die erste riesige und echt hässliche und große Spinne auf uns. Gefolgt von Skorpionsgrashüpfern, giftigen aber winzigen Fröschen, fiesen Hundertfüsslern und weiterem Getier! Ein Grashüpfer meinte auch, dass er sich in meinem Schuh vor dem Regen retten könnte…unangenehmes Gefühl für mich…!

Nach dem Abendessen und dem kleinen Review, was wir am Tag alles gesehen haben, waren alle reif fürs Bett. Der Großteil hatte ebenfalls eine Nachtfahrt mit dem Bus hinter sich. Unsere Gruppe bestand übrigens aus zwei Pärchen (einmal Schweiz, einmal England), einer Familie aus Alaska mit einem super interessierten Sohn und zwei ultra nervigen und irgendwie dämlichen oder zumindest schusseligen Kanadierinnen. Die beiden Ladies neigten nämlich dazu, bereits Erwähntes komplett zu er- oder hinterfragen.

Beispiel: Das hier ist ein Primärwald. Kanadierin: Ist der Wald schon mal abgeholzt worden?!? Oder ein ultra lustiges Beispiel: (zu uns): Ihr seid also aus Rumänien sprecht aber Deutsch?!?! Wir: Hääääh?!? Die: Habt ihr das nicht im Bus erwähnt?!? Never! Aber anschließend haben wir uns natürlich eine witzige Story dazu ausgedacht!!!

Samstagmorgen haben wir nach dem Frühstück eine fast vier Stunden Wanderung natürlich in Gummistiefeln durch den Urwald gemacht. Leider kann ich nicht wieder geben, was wir alles gesehen haben, aber neben zig Vögeln, gaaaanz vielen Pflanzen und Insekten natürlich auch Reptilien und halt einfach dem unbeschreiblichen Eindruck des Jungels! Selbst wenn man sich die Bilder ansieht, kann man sich nicht vorstellen, wie es dort aussieht! Man muss dort gewesen sein! Die Bilder können das nicht wieder geben! Man fühlt sich tatsächlich wie ein Entdecker! 😀

Nach dem Mittag sind wir mit dem Boot über die Lagune gefahren und haben in einem von den zig Abzweigungen die Flussdelfine gesehen. Zumindest hat Neiser gesagt, dass es Flussdelfine sind… denn so aus dem Wasser springen, wie die „Normalen“ tun sie nicht. Dazu noch ein paar größere Äffchen und viele verschiedene Vögel und dann war es auch schon wieder Zeit fürs Abendessen und die Nachtruhe! 😉 Da es an dem Abend auch geregnet hat, ist die Nachtfahrt um Kaimane zu sichten leider ins Wasser gefallen…

Dafür hatten wir von da an eine Tarantel als Mitbewohnerin in unserer Dusche.. Neben einigen Kakalaken (eine hatte sich in Francis Kaffee ertränkt!), Fliegen, Mücken und sonstigen Krabbeltierchen.. aber wir sind ja nun im Jungel gewesen, also darf man sich da nicht so anstellen.. 😉

Sonntagmorgen sind wir dann in aller Frühe zu einer weiteren „bird-watching-tour“ aufgebrochen. Da um 6h normalerweise die Sonne aufgeht, sind wir also um 5.45h losgefahren…leider bei Nebel! 😉 Aber auch das war irgendwie cool…die Lagune sah aus, wie aus einem Gruselfilm!! Und auch wenn wir immer noch keine Ornithologen sind, war es wieder cool! 😀

Nach dem Frühstück stand dann ein langer Tag an: Zwei Stunden Boot fahren zu einem Siona-Stamm. Es gibt verschiedene Stämme im Urwald und da wir in der Siona-Lodge untergebracht waren, bietet sich natürlich ein Besuch des Stammes an.

Auf dem Weg haben wir wieder Tiere „gespottet“! Unter anderem konnten wir wieder Vögel, Affen und eine Schlange sehen! Am Freitagabend hatte der mutige 10-Jährige eine Boa schon von Neiser zum Anfassen in die Hand bekommen! Dieses Mal war die Schlange aber desinteressiert und so sind wir weiter ins Dorf gefahren. Dort haben wir dann einen kleinen Spaziergang gemacht (im Dorf haben sie offensichtlich grad eine Party gefeiert und dazu Modern Talking gehört… ) und anschließend haben wir Yuca geerntet und verarbeitet: Die Yuca schälen, komplett zerreiben, auswringen, sieben und auf ein flachen Teller, der auf dem Feuer liegt, zu einem hauchdünnen Brot ausstreichen. Kurz von beiden Seiten backen, fertig! 🙂 Ist ne ordentliche Arbeit, die Wurzeln zu zerreiben, aber das Brot ist tatsächlich sehr lecker! 😛 Dazu gab es noch Mittag, dann haben wir den unglaublich müden Schamanen des Dorfes besucht! Leider hatte er in der Nacht davor eine Zeremonie (wie nehmen an, dass er eine wilde Party gefeiert hat), so dass er immer wieder kurz auf dem Holzklotz weggenickt ist! Meeega witzig! Zwischendurch war er auch mal kurz pinkeln…oder wie Franci annimmt: Kotzen! Dann hat er noch vorgeführt, was er mit Patienten macht, die zu ihm kommen, weil sie meinen, sie sind krank und am Ende durften wir noch alle versuchen, mit einem Blasrohr ein Pfeil auf ein Ziel zu schießen! Gar nicht so einfach.. 😉

Nach der Bootsfahrt zurück, stand wieder ein Bad im Sonnenuntergang an, bevor es in der Dunkelheit weiter ging, um Kaimane zu sichten! Und siehe da, Neiser spottet tatsächlich alles und so haben wir auch die Süßwasserkrokodile gesehen! 😀

Gestern Abend haben wir also nochmal die Chance gehabt, vom Boot aus Sternschnuppen zu sehen…den Abend davor war es leider zu regnerisch… 😉

Von um 18-22h hatten wir dann nochmal die Gelegenheit, Strom zu bekommen und unsere Sachen einzupacken…leider war und ist alles feucht! Im Urwald ist so eine unglaublich hohe Luftfeuchtigkeit, da trocknet GAR NICHTS! Nun haben wir Stinkeklamotten… :-S

Ansonsten war das aber natürlich auch wieder ein Trip, der sich mega gelohnt hat! Auch wenn wir nicht die Vogelliebhaber sind, ist es trotzdem sehr cool, blau-gelbe oder rote Riesen-Aras in freier Wildbahn zu sehen! 😀

Heute Morgen hieß es dann nach dem Frühstück mit dem Boot zurück fahren, in den Bus nach Lago Agrio umsteigen (wo unser Bodybuilder-Capitano, von 1,50m mal eben drei wolle Bierkästen auf einmal geschleppt hat). Dann von dort mit einem anderen Bus weiter in Richtung Quito eiern und mittlerweile sind wir in einem winzigen Ort irgendwo an den San Rafael Wasserfällen, die wir uns morgen noch ansehen wollen, bevor es für eine letzte Übernachtung nach Quito geht! Nachdem wir eben ausgestiegen sind, wurden wir noch fast von einer Herde Kühe überrannt, als wir bergauf mit den Rucksäcken zum Hostel gestiefelt sind…

 

Bilder: https://www.dropbox.com/sh/8trppmet0ygz1du/AABEqm138xrAWLO00nKmt83Ua?dl=0

 



Cuenca-Quilotoa-Tena

17 11 2016

Es ist fast wieder eine Woche vergangen…und natürlich ist auch wieder einiges passiert. 😉
Nachdem das Internet in Cuenca so freundlich war, die „paar Bilder“ von den Galapagos-Inseln hochzuladen, konnten wir endlich schlafen gehen…das Bus fahren ist zwar nicht wirklich anstrengend, aber es schlaucht doch mega…so dass der Spaziergang vom Busterminal zum Hostel sehr hat gut hat.


Am Samstag haben wir dann einen langen Spaziergang am Fluss gemacht. Auf dem Weg dorthin haben wir noch einigen Studenten ein kleines Interview zum Thema Grenzöffnung von Ecuador zu Peru (oder so) gegeben. 🙂

Eigentlich wollten wir auf dem Weg nach Reisebüros Ausschau halten, die Natur war aber schöner und so haben wir uns auch den Stadtpark genau angesehen. Bei Sonnenschein ließ natürlich auch der nächste Sonnenbrand nicht allzu lange auf sich warten.. :-/
Als wir auf dem Weg zurück in die Stadt an einer Kreuzung zum Orientieren angehalten haben, hat uns das Zwiebelsuppenäffchen förmlich angesprungen! Da wir eh ausgehungert waren, haben wir uns mit zig Einheimischen ein super leckeres Mittagessen gegönnt- auch wenn es nicht die empfohlene Zwiebelsuppe war. 😉 Dafür habe ich noch den Tipp bekommen, abends Tomaten auf meinen Sonnenbrand zu legen…;)


Zum Abkühlen waren wir dann noch im Pumapirca…ein Museum zur Bevölkerungsentwicklung Ecuadors. Leider war fast alles auf Spanisch..:-/
Da am Samstagnachmittag natürlich nicht mehr allzu viele Reisebüros offen hatten, konnte Franci uns zum Glück übers Internet eine Tour in den Urwald organisieren! 😀 Und wir hatten noch Zeit die große Kathedrale zu besichtigen,…die ist tatsächlich sehr beeindruckend!

Und weil wir abends noch etwas Zeit hatten, sind wir zu den heißen Quellen im nahe gelegenen Banos gefahren. Das war zwar nicht ganz günstig (12 $ pro Nase), aber dafür hatten wir auch eine ganze Weile den „kinderfreien“ Bereich für uns! Also haben wir brav nach Anleitung 15 Minuten im warmen (32 Grad), aber nach Pipi aussehendem Wasser gechillt, bevor es für zwei Minuten in das 17 Grad kalte Becken ging… Danach das ganze nochmal wiederholen und nach zwei weiteren Besuchen im türkischen Bad, nicht duschen damit die Mineralien auch schön auf der Haut bleiben! 😉
Danach haben wir wieder im Hostel gegessen- dieses Mal habe ich auch daran gedacht, nicht das Honig-Senf-Dressing zu nehmen…:-P


Am Sonntag sind wir dann nach´m mehr schlechten als rechten Skypen mit der Heimat in den Cajas Nationalpark gefahren. Auf dem Weg haben wir im Bus noch Andres aus Kolumbien kennen gelernt. Der sehr freundliche oder irgendwie etwas verrückte Typ wollte auf knapp 4000m n bisschen Trailrunning machen…als Vorbereitung für einen anstehenden Halbmarathon…
Wir sind in knapp drei Stunden „nur“ vier Kilometer durch die Elfen-Landschaft gegangen. Bei der Höhe aber definitiv auch genug für den Anfang. 😉 Die Gegend ist allerdings echt sehr hübsch! Kein Haus weit und breit, nur Berge und Seen!
Wie verabredet haben wir Andres wieder am Eingang getroffen, wo man sich an- und abmelden muss (damit die am Ende des Tages wissen, dass alle Touristen wieder sicher aus dem Park gekommen sind). Nach einer kleinen Stärkung gab es noch 2-3 Candelazos (warmer Zuckerrohrschnapps mit Zimt und Zucker und etwas Zitronensaft) für jeden! So zum Aufwärmen und so…! 😉 Auf der Höhe und nach etwas körperlicher Betätigung merkt man das Schnäppschen recht schnell… ;-D
Da grad kein Bus in Richtung Cuenca fuhr, haben wir uns mit Andres eine andere Rückfahrt organisiert…! Da zwei Amerikanerinnen ebenfalls nach Cuenca wollten, war es eine mega witzige Fahrt zu fünft!
Nachdem wir uns abends im Hostel frisch gemacht hatten, haben wir uns noch für ein ecuadorianisches Abendessen mit Andres verabredet, bevor es zum Busbahnhof ging. Von dort aus hieß es dann über Nacht nach Latacunga eiern… Leider trifft es der Begriff auch echt gut, denn mit einem großen Bus lässt es sich in den Anden einfach nicht sehr schnell und entspannt fahren… Hieß für uns leider Geschaukel von rechts nach links und sehr wenig Schlaf. Dazu kommt, dass (im Gegensatz zu allen anderen Ländern, in denen es long distance busses gibt) die Ecuadorianer offensichtlich krasse Frostkötel sind und wir deshalb durchgehend 36 Grad im Bus hatten… :-/


Dafür hatten wir das Glück in Latacunga gleich einen „Anschlussbus“ nach Quilotoa zu bekommen. Also morgens um 5.30h kurz den fahrbaren Untersatz wechseln und hoch in die Berge. Nach knapp 1,5 Stunden waren wir dann in dem Mini-Dorf mit angeblich nur 150 Einwohnern. Eine etwas nervige andere Reisende hat dann mit uns im etwas schäbigen Hostel eingecheckt. Im Gegensatz zum Äußeren des Hostels, waren die Hosts aber sehr freundlich und haben uns gleich Frühstück serviert und wir konnten schon um 8h ins Zimmer.
Nach der Stärkung und dem Einpacken in dicke Klamotten (schließlich waren wir wieder fast auf 4000m), haben wir uns auf den Weg zur Lagune gemacht. Quilotoa ist bekannt für einen riiiiiesigen grünen Kratersee (die Lagune)! Um zum See runter zu kommen, muss man 280m runtergehen…oder rutschen…der Weg ist nämlich nur bedingt befestigt….;)
Da es unten nicht so viel zu sehen geschweige denn zu machen gibt, haben wir recht zügig den Rückweg angetreten… runter braucht man 20-30 Minuten. Hoch schaffen es die Fitten in einer Stunde! Zum Glück konnten wir uns trotz der bescheidenen Nacht dazu zählen! 😀
Nach dem anschließenden köstlichen und vor allem ausgewogenen Mittagssnack (Chips, Sprite, Schoki) waren wir leider so erledigt, dass wir drei Stunden schlafen mussten. Danach waren wir natürlich immer noch total übermüdet und haben trotz des Spaziergangs durch den Ort und einem klitzekleinen Shopping, den ganzen Abend gefroren… Wie viel Grad es genau waren, wissen wir zwar nicht, aber das Abendessen und den Ofen im Zimmer haben wir ordentlich gehypt!


Die Nacht war erstaunlich gut, so dass wir Dienstagmorgen nach dem Frühstück unsere Mission antreten konnten: Der „rim-walk“!!! Es führt ein etwa 10km langer Weg einmal im den Kratersee herum. Klingt gar nicht so viel, aber mit dem höchsten Punkt bei 3930m und viel Auf- und Ab, haben auch wir unsere fünf Stunden gebraucht und waren am Ende super erledigt!!! Die Ausblicke haben uns aber wieder etwas milder gestimmt! Immerhin hatten wir super Wetter und konnten sogar den Cotopaxi und Chimborazo sehen!!! 😀
Glücklicherweise konnten wir anschließend gleich mit einem Freund von unseren Hosts nach Latacunga zurück fahren und haben dort nach nem Mittagessen (Franci hatte die Zwiebelsuppe), gleich den Bus nach Ambato und von dort nach Tena bekommen!


Neben den unerträglichen Temperaturen im Bus, finden die Ecuadorianer offensichtlich auch noch richtig schlechte Filme richtig toll!!! Drei Stück davon durften wir genießen, wo von „Pirañaconda (half fish, half snake…all death“) allerdings den Vogel abgeschlossen hat!

Glücklicherweise waren wir vor der geplanten Zeit in Tena und haben noch ein Zimmer in einem tollen Hostel bekommen! Neben der super schönen Lage mitten im Grünen, gab es heute (Mittwoch) Morgen auch ein richtig leckeres Frühstück- mit Früchten aus dem großen Garten und Müsli. Da merkt man, dass das Hostel teilweise von einer Deutschen geführt wird. 😉

Danach sind wir durch die Stadt getapert um zu einer Badestelle an einem nahe gelegenen Fluss zu kommen! An der Hauptstraße wurden uns Bratpfannen angeboten…was man halt mal so braucht! 😉 Aber davon hätten wir mal eine kaufen sollen, denn auf dem beschrieben Weg zur Badestelle waren uns ein paar Hunde überhaupt nicht wohlgesonnen und hätten uns fast gebissen.. :-/

Trotzdem haben wir die Badestelle im Endeffekt gefunden – ohne dass wir die Hunde mit Steinen bewerfen mussten und trotz eines ultra schweißtreibenden Spaziergangs in der Hitze. Aber der Weg hat sich alle Mal gelohnt!!! Der Fluss ist dort breiter als normal und es sind keine Steine in der Mitte, so dass man dort richtig gut schwimmen kann! Außerdem ist ein kleiner Strand vorhanden und wir hatten den Platz für uns! 😀

 

Der Hunger hat uns gegen Mittag wieder nach Tena gebracht und wir haben auf dem Markt wieder leckeren Fisch gegessen. Dank der Temperaturen und der Suppe vorweg, hatte ich dezentes „Arschwasser“! 😛 Nach dem Essen sind wir noch etwas durch die Stadt spaziert und nach ein paar kleinen Erledigungen am Busbahnhof bzw. dem Spielfeld daneben hängen geblieben! Anfangs hat nur eine Frau das Ecua-Voley-Feld gewässert und eine andere hat drum herum geputzt! Aber wir hatten den richtigen Riecher, dass dort bald eine spannende Partie statt finden würde! Also haben wir uns die besten Plätze gesichert (erst unter den „Kack-Tauben“, dann auf der Tribüne. Leider war da ein nerviger Penner, der jedoch von der Putzfrau mit dem Besen verkloppt wurde, weil er uns nicht in Ruhe lassen wollte! 😀

Mit Beginn des Spiels haben wir uns (nun neben dem Simsons-Mann sitzend) ein paar Bier gegönnt …600ml für 1,75 $ ist ein guter Preis und so „mussten“ wir nicht die Getränke nehmen, die uns von den anderen, teils sehr betrunkenen Zuschauern angeboten wurden. 😛 Neben dem Trend, als Mann das T-Shirt hochzukrempeln um den mehr oder weniger flachen Bauch zu lüften, verwenden auch recht viele Spieler während des Spiels Schimpfwörter!!! Obwohl dies offiziell laut der Regeln verboten ist! 😉

 

Nachdem wir uns eine triefend fettige Empanada fürs Abendessen mitgenommen haben, mussten wir nur noch mit einer kleinen Kakerlake in unserem Bad kämpfen! Leider kann ich noch nicht lautlos töten und so kam die Kakerlaken-Mutti recht schnell aus der Wand.. :-/ Dorthin ist sie jedoch auch schon wieder verschwunden und nachdem wir auch die Hostelkatze wieder aus dem Zimmer bugsiert haben, werden wir nun schlafen! 😉

 

Morgen steht Rafting auf dem Plan und anschließend geht es in Richtung der kolumbianischen Grenze um für vier Tage eine richtige Urwald-Tour mitzumachen! 😉 Bis irgendwann also! 😀

 

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Eine Woche Galapagos-Inseln

12 11 2016

(Achtung langer Text 😉 )

Wir melden uns zurück! Wenn ihr diesen Eintrag lest, sind wir hoffentlich in Cuenca. Eine Kolonialstadt so ziemlich in der Mitte von Ecuadors Festland. Bis dahin fliegen wir aber jetzt erstmal 1,5 Stunden nach Guayaquil und fahren wir nochmal 4-5 Stunden Bus. Es bleibt also genug Zeit für einen Eintrag und den Rückblick auf die meeega tolle letzte Woche:

Am Freitagmorgen ging es mit dem bestellten Taxi zum Flughafen. Warum auch immer hatten wir das Glück von Quito nach Guayaquil in der Businessclass zu fliegen!! 😀 Wir haben uns recht schnell mit dem Service anfreunden können- ein Getränk vor dem Start, Snacks zwischendrin, viel Platz… Aber nach ner knappen Stunde war das Luxus-Leben schon wieder vorbei!

Danach mussten wir leider feststellen, dass unser Anschlussflieger von Guaya nach San Christobal drei Stunden Verspätung hatte. Glücklicherweise gab es am Flughafen Wlan, so dass wir „unserem“ Katamaran eine Mail schicken konnten, dass wir uns verspäten, sie doch aber bitte warten mögen. Bei der Recherche nach einer Mail-Adresse ist uns dann aufgefallen, dass wir ein ziemlichen Luxus-Dampfer gebucht hatten! Die Bilder sahen ziemlich schick aus und die Kommentare hörten sich sehr vielversprechend an! 😀

Nebenbei haben wir bei „El Espano“ Snacks und Drinks (unter anderem ein Bierchen gegen 12h) konsumiert! 😉

Mit uns hat ein superkrass fertiger Ami am Flughafen gewartet. Natürlich hatten wir das Glück, dass der Heini im Flieger neben uns saß. Vermutlich hatte er am Abend zuvor eine krasse Koks-Party… als Getränk hat er Milch bestellt und das Sandwich hat er verschlungen wie ein wildes Tier! :-/

Auf San Christobal angekommen mussten wir natürlich noch die 100 $ für den Nationalpark bezahlen. Nachdem wir in Quito schon 20 $ für irgendeine Steuer gelatzt haben. Was da nicht alles zusammen kommt an Kohle.. 😛

Auf dem einzigen Gepäckband haben wir ziemlich schnell unsere Rucksäcke bekommen und wurden draußen auch schon von einem Guide erwartet. Luis hat uns dann berichtet, dass die Millenium schon mal ohne uns losgefahren ist…. aber abends zurück kommt, um uns mitzunehmen! 😉 So lange sollte und wollte er uns rumführen. Auf dem Weg zum Taxi habe ich leider ein fiese angebrachtes Wasserrohr um Mauerwerk übersehen und bin prompt volles Pfund dagegen gelaufen…. Jungejungejunge…das tat weh!!!! Und es sollte leider nicht das letzte Mal sein, dass ich mein linkes Bein/den Fuss demoliert habe..

Nach dem Besuch des Informationcenters und einem groben Überblick über die Galapagos-Inseln und die Geschichte ging es bei einem Spaziergang durch die typische Vegetation der Insel. Von einem Ausguck konnten wir sogar schonmal die Millenium in der Ferne erkennen und die ersten „Boobys“ sehen. Danach ging es ein einen Strand wo sooooooooo viele Seelöwen lagen!!! Einfach hingechillt, dazwischen Touris, die Fotos machen, alles völlig tiefenentspannt!!! Völlig unerwartet, dass wir so was gleich am ersten Tag sehen würden, waren wir einfach geflasht und haben jedes Seelöwenbaby, jedes Geräusch was irgendein Viech gemacht hat, jede Bewegung der großen Robben gehypt und uns einfach nur gefreut! 😀

Gegen 18h wurden wir dann am Hafen abgeholt und zum Schiff geshuttelt, um dort sofort am Briefing für den nächsten Tag teilzunehmen. Unser Guide für die nächsten Tage hieß Miguel und mit uns waren noch 13 andere Leute (ein recht langweiliges holländisches Pärchen in unserem Alter, ein sehr junger Ami, ein älteres Pärchen aus Australien, zwei ältere Ladies aus Australien, ein älteres Pärchen aus den USA und vier ältere aber sehr coole Schweden (3x weiblich, 1x männlich)) an Board.
Wir wurden kurz darüber informiert, wo die Gruppe am Tag war, wie die folgenden Tage grob ablaufen, welche Regeln an Board herrschen und dann gab es auch schon Abendessen! 😛

Anschließend waren wir zu nix mehr zu gebrauchen und haben es uns in unserer echt schicken Kabine gemütlich gemacht. Leider mussten wir uns in der ersten Nacht erstmal an das ständige Brummen des Generators sowie die durch das Geschaukel auf dem Meer verursachten Geräusche wie quietschende Türen, rumrutschende Gegenstände,…gewöhnen, so dass wir nur wenig geschlafen haben. :-/

Dafür wurden wir am nächsten Tag mit einer tollen Bucht geweckt! Frühes Aufstehen war angesagt, da es um 6.30h Frühstück gab und wir um 7.30h mit den „Dingis“ (Schlauchboote) für die Wanderung an Land geshuttelt wurden. Die Crew hat dazu immer eine recht laute Glocke geläutet, die als Information diente, dass es los ging. Dem Info-Board war vorher zu entnehmen, ob es eine wet- oder dry-Landing werden würde. Also waren die Schuhe meistens nicht im Voraus anzuziehen. Auf dem Boot selbst war barfuss laufen angesagt! 😀

Den ersten Tag haben wir also mit einer Wanderung gestartet und wurden auch gleich mit einigen blue footed Bobbys belohnt. Das sind auf Deutsch die Tölpel mit den blauen Füssen. Der Name kommt nicht von ungefähr…besonders klug sehen die Vögel nicht aus. Aber sie sind ebenfalls super tiefenentspannt und so kann man direkt an deren Nesten auf dem Boden vorbei gehen.

Genauso gut drauf sind die Tölpel mit den roten Füssen. Der einzige Unterschied ist, dass diese Art in den Bäumen nistet. Allerdings auch so, dass man ohne Probleme direkt an ihnen vorbei gehen kann.

Die einzigen Streitmacher sind die Fregatvögel, die keine Drüsen haben um das „Öl“ zu produzieren, womit sich die Vögel einreiben, damit sie Fische fangen können. Also stören die Fregatvögel die Tölpel einfach während diese ihre Jungtiere füttern. Fiese Sache, aber hübsch sind die Vögel trotzdem, wenn sie im Wind dahin gleiten.

Natürlich haben wir auch gleich die schwarzen Iguanas gesehen. Das sind sehr große und ehrlich gesagt sehr hässliche Leguane, die schwimmen können. Dafür haben sie einen ziemlich langen Schwanz und liegen nur in der Sonne, um sich vor dem Bad ordentlich aufzuwärmen. Auch die Tiere kennen halt keine Feinde und sind deshalb überall zu sehen und laufen nicht weg.

Das ist übrigens auf allen Galapagos-Insel so: Die Tiere haben keine Feinde und sind mittlerweile so an Menschen gewöhnt, weil sie wissen, dass die nix tun, dass sie einfach überall anzutreffen sind. Am Strand, auf den Wegen in den Parks, in den Kleinstädten, am Flughafen,… Als würde man die ganze Zeit durch einen riesen großen Wildpark oder Streichelzoo laufen! 😀 Allerdings gilt als Regel, dass man sich den Tieren nicht mehr als zwei Meter nähren sollte- damit sie im Zweifelsfall noch abhauen können. Und anfassen ist natürlich auch streng verboten, obwohl man das wirklich gerne und oft tun würde!

Auffällig war übrigens noch, dass es NIRGENDS Müll gab! Offensichtlich haben sich bisher alle (!) Touristen daran gehalten, ihren Kram wieder mitzunehmen, nicht zu rauchen, abseits der Pfade die Natur zu zerstören oder etwas mitzunehmen! Die Inseln sehen vollkommen unberührt aus!!!

Nach der Wanderung gab es einen kleinen Snack und danach hatten wir die Chance, zu schnorcheln! Also im ultra-attraktiven Wetsuit in die Dingis und rein ins klare, aber recht kühle Wasser (ca. 20-22 Grad). Die Lufttemperatur auf den Galapagos-Inseln war übrigens bei ca. 25 Grad.

Nach dem Schnorcheln gab es pünktlich um 12h Mittagessen und am Nachmittag stand eine lange Wanderung an! Dazu haben wir während des Essens und noch etwa eine Stunde länger eine Strecke mit dem Boot zurück gelegt, um dann insgesamt vier Stunden durch die recht trockne Vegetation von San Christobal zu laufen. Highlight hier waren auf jeden Fall die trägen Riesenschildkröten, die, wenn man erstmal wusste, wie sie aussehen und wo sie sich verstecken, an ganz vielen Stellen am Wegesrand lagen. Natürlich sind die alten Tiere nicht super agil, aber an den ganzen Kratzern an den Panzern lässt sich erkennen, dass die Schildies über größere Unebenheiten krabbeln können, als man denken würde! Wenn man den Urzeittieren übrigens zu nahe kommt, machen sie ein Geräusch wie Darth Vader! Eine hat es geschafft mich damit meeega zu erschrecken- war eben doch kein Lava-Brocken der da im Weg lag! 🙂

Nachdem nur die aktivsten der Gruppe die komplette Wanderung mitgemacht haben, gab es gegen 18.30h das Briefing für den kommenden Tag und anschließend das Abendessen. Und auch an dem Abend waren wir von den ganzen Eindrücken so ausgepowert, dass wir zeitig im Bett waren und geschlafen haben wie Kleinkinder! Das Brummen des Generators und des Motors im Hintergrund und dazu das leichte Geschaukel- wunderbar! 😀

Am nächsten Tag wurden wir nach dem Frühstück mit den Dingis an steilen Klippen vorbei geshuttelt. Da wir ganz gut mit Timonel, einem Crewmember bzw. dem zweiten Kapitän, klar kamen, durfte ich auch mal das Dingi steuern… komischerweise hatten die anderen Passagiere an Board etwas Angst, als ich das Ruder übernommen habe.. 😛 Und ich muss sagen: Ich hätte nicht gedacht, dass Schlauchboot fahren so anstrengend ist! Aber auf jeden Fall hat es Spaß gemacht!! 😀 Timonel hat uns dann nachher aber doch lieber selbst durch den Tunnel und später in die „Cathedrale“ gelenkt. Krass beeindruckend- die Höhe der Steilküsten, das klare Wasser, die zig knallroten Krebse, die Seelöwen, die neben dem Boot herum paddeln,…!!! Anschließend war ein wetlanding am Strand angesagt und wir konnten uns im Wasser und an Land mit den Seelöwen entspannen! Dazu sind immer nochmal ein paar Meeresschildkröten vorbei geschwommen und die Pelikane haben versucht Frühstück zu ergattern.

Nach dem Mittag durften wir durch den Leon Dormido schnorcheln. Das ist ein riesiger Felsen, er ein bisschen aussieht, wie ein schlafender Löwe. Es gibt zwei Schnitte durch den Felsen. Einer ist so eng, dass grade eben ein Dingi durch passt (zumindest als Timonel es gesteuert hat, denn ich hätte es definitiv rechts und links an den Muscheln aufgeschlitzt). Der andere Spalt ist etwas größer und wohl ziemlich interessant zum Schnorcheln. Leider war nur das Wasser echt kühl und die Strömung ziemlich stark, so dass wir gar nicht viel Zeit hatten, die Steilwände unter Wasser zu erkunden. Trotzdem haben wir mehrere Schildis gesehen! 😀 Nur die Haie, die sonst angeblich immer da sind, waren ausgeflogen. Nachdem bereits die ganze Gruppe zitternd wieder im Boot saß, sind Franci und ich auch irgendwann aus dem Wasser gestiegen! 😉

Zum Aufwärmen haben wir danach einen leckeren heißen Zitronensaft mit Zimt bekommen und da wir mittlerweile recht gut mit Fabian oder Fabiansito aka Billabong dem Barmann befreundet waren, haben wir den „especial“ Mix bekommen – mit einem Schuss Rum! 😛 Übelst lecker! Nach dem Duschen haben wir Stadt, Land, Fluss gespielt und da wir nebenbei Mojito getrunken haben, hatten wir beide am Ende exakt das selbe Ergebnis und waren ziemlich albern! 😀

Nach dem Abendessen haben wir dann versucht mit Miguel (der Guide) zu pokern. Allerdings hatten wir ein paar Lücken, was die Regeln anging und Miguel offensichtlich auch nur bedingt Bock, so dass wir zu einer späteren Stunde von Billabong und Andres auf ein Flasche Rum aufm Deck eingeladen wurden. Alle anderen sind in der „Stadt“ gewesen, in der wir angekommen waren und die recht unspannend war, weshalb wir auch auf den Besuch verzichtet haben. Allerdings haben wir die Holländer vorsichtshalber gebeten uns auch eine Buddel Rum mitzubringen. Die brauchten wir an dem Abend aber noch nicht. Spaß hatten wir trotzdem jede Menge, denn Dank dem hervorragenden Vokabelzettel der Sprachschule konnte Franci sehr gut neu gelernte Wörter anwenden! 😀 Um zu unserem Schönheitsschlaf zu kommen, haben wir irgendwann aber doch die Kurve gekratzt. Die Crew musste die Nacht eh durchfahren.

Am vierten Tag sind wir dann in Espanola angekommen und haben nach dem Frühstück eine drylanding gemacht. Auf der Insel bzw. in der Bucht gibt es eine Art Kindergarten für Seelöwenbabies. Das Wasser ist sehr flach und die spielen dort! Ich brauch nicht zu sagen, dass es einfach nur meeega niedlich ist!

Außerdem haben wir dort noch unzählige Meeresechsen gesehen, die übereinander, nebeneinander und untereinander rumlungern. Und ständig niest eins der Viecher um so das Salzwasser aus der Nase zu bekommen und sich selbst damit einzusprühen um etwas vor der Sonne geschützt zu sein.

Ein Stück weiter haben wir dann ganz viele Albatrosse gesehen. Viele davon waren noch ganz flauschig, weil es Junge waren. Von der Größe waren sie trotzdem schon so groß wie ein Truthahn. 😉 Wenn die Vögel ausgewachsen sind, sind es nach dem Condor die größten Vögel der Welt, die fliegen können! Schon krass, wenn so ein Ding an einem vorbei segelt! Wir haben das Spektakel noch eine ganze Weile an der Steilküste beobachtet! Da hätte man Stunden verbringen können! Voll toll! Den Vogel schießen die Albatrosse aber ab, wenn sie gehen!!! Die watscheln soooo extrem, dass man denken könnte, sie gehen wie Gangsta-Rapper mit heftigen Baggi-Hosen! 😉 Sooo witzig!!! 😀

Auf dem Rückweg haben wir noch ganz viele Maskentölpel gesehen. Die haben das Talent, kein richtiges Nest zu bauen, sondern das Ei auf drei oder vier Federn abzulegen, die sie auf einem sehr windigen Felsvorsprung oder in der Mitte des Touri-Trampelpfades drapiert haben! 😉

Nach dem Mittag ging es dann an den schönsten Strand der Insel! Erst waren wir im türkisen Wasser schnorcheln, dann haben wir noch eine Weile mit den Seelöwen am Strand abgehangen. Als ich ein mein Handtuch mal für eine Weile verlassen habe, hat ein Tier auch gleich die Gelegenheit genutzt und ist über mein Handtuch gerobbt. Wenn ich das Video was Franci gemacht hat in meine Dropbow hochladen kann, wisst ihr, warum es anschließend etwas streng roch… 😉

Das Abendessen gab es an dem Tag auf der Terrasse im hinteren Teil des Bootes- natürlich wieder übelst tasty! Fernando, der Koch mit dem wir auch schon Bekanntschaft gemacht hatten, arbeitet auch schon 17 Jahre als Koch auf solchen Schiffen, von daher hat er es drauf, auf kleinstem Raum etwas Leckeres zu zaubern.

Da die Jungs am Abend davor den Rum gesponsort haben, haben wir an dem Abend den Bacardi angeboten. Dafür haben wir dann Blumen aus Servierten und ähnlichen Quatsch angeboten bekommen…! 😉 Und frei nach dem Motto: Todo es possible, nada es seguro! Bestand Hoffnung am nächsten Abend auch auf der Terrasse zu essen. 😉

Am letzten kompletten Tag sind wir auf Floreana angekommen! Da haben wir bei der Wanderung am Vormittag eine recht unspannende Lagune mit einem Pelikan gesehen und konnten dafür am Strand im flachen Wasser noch Stachelrochen beobachten. Kurze Zeit später hatten wir das Glück, dass sich auch noch eine Gruppe Pinguine die Ehre gegeben hat und vor unserer Nase Frühstück gefangen hat! 😀

Zurück auf dem Boot, hatten wir die Schnappsidee vom Dach zu springen!!! Und da uns mittlerweile die gesamte Crew kannte, wurde uns auch das ermöglicht – inklusiv superwitziger Fotos von den Sprüngen! Da einmal nämlich kein Mal ist, sind wir gleich nochmal aufs Dach gelaufen! 😀 😀 😀

Da die Gruppe teilweise wie gesagt etwas träge war, waren zwei Amis und wir anschließend die einzigen, die schnorcheln waren! Sehr dumm für die anderen, denn wir haben richtig viele Schildkröten gesehen und ein paar Seelöwen haben sich auch nicht vom Fressen abhalten lassen! Wir fanden, das war der schönste Schnorcheln-Stopp!

Nach dem Essen haben wir dann noch einen weiteren Strand angesteuert und hatten dann die Ehre gegen die Crew eine Runde Fussi zu spielen! 😀 Bei weit über 20 Grad allerdings eine schweißtreibende Angelegenheit. 😛 Zum Abkühlen ging es dann nochmal kurz in Pazifik. Leider hatte ich nicht mitgeschnitten, dass dort Steine im Wasser waren, so dass ich voller Elan in die Fluten getapert bin und ich mit dem großen Onkel (wieder linke Seite) gleich gegen den nächstbesten Klotz geballert bin. Das hat mich dann wiederum so aus dem Gleichgewicht gebracht, dass ich gestrauchelt und im flachen auf die Seite geplumst bin. Aber da ich über meine eigene Dummheit lachen musste, hab ich trotz literweise verschlucktem Salzwasser überlebt! 😉

Wieder an Board haben wir unsere Handtücher grad auf unserem Balkon aufgehängt, als Timonel und William die Idee hatten, dass wir doch auch nochmal kurz da runter hüpfen könnten! Warum eigentlich nicht?! Schwups und schwups und schnell über die Leiter wieder an Board. An der ich mir übrigens nochmal die linke Hacke an einer ziemlich scharfen Muschel aufgeschlitzt habe! Zurück auf dem Boot haben wir dann voller Entsetzen festgestellt, dass wir die Zimmertür von innen abgeschlossen hatten! :,-D William war dann so nett, wieder vom Boot auf den Balkon zu klettern und von innen aufzumachen! 😀 Wir haben also wirklich alles mitgenommen, was ging… 😀

Und weil der Tag eh schon mega witzig war, haben wir uns am späten Nachmittag bei einem Mojito noch „cuarenta“ (ein sehr unlogisches Kartenspiel) von der Crew beibringen lassen. Da David, der Maschinist irgendwann auch wieder arbeiten musste und Billabong an die Bar zitiert wurde, bin ich zu Andres und Timonel auf die Brücke gestiefelt. Verantwortungsbewusst wie die beiden sind, haben sie mich den Katamaran lenken lassen. Der Kapitän hat geschlafen und nicht bemerkt, dass die angeschtüdelte Deutsche versucht Kurs auf den nächsten Hafen zu nehmen! 😀 Leider habe ich es auch nicht ganz so gut geschafft, die Linie zu halten, aber da die Inseln zum Teil sehr weit auseinander liegen, kam es zu keiner Kollision! 😀

Franci hat nach dem Canelazo sponsored by Billabong auch nicht besser Kurs halten können, so dass wir lieber zum Abendessen geeiert sind! Bei etwas Seegang gehorcht der Gleichgewichtssinn ja eh schon nicht so gut, ihr könnt euch also vorstellen, wie das ganze läuft, wenn man „chuchaki“ ist!! 😛

Abends sind wir dann in Puerto Ayora angekommen und waren, nachdem die Crew nochmal etwas gearbeitet hat und wir in der Zwischenzeit gepackt und uns etwas hübsch gemacht haben, feiern! Allerdings ist in einer Kleinstadt auf einem Dienstagabend auch nicht die Hölle los, so dass wir einige sehr schlechte Runden Billard gespielt und etwas getanzt haben, bevor es ziemlich betrunken und tanzend auf einer Lancha (Taxi-Boot) zurück zur Millenium ging!

Am Mittwoch stand dann nur noch ein Besuch im Charles Darwin Center an, dann hieß es das Hostel suchen, etwas Schlaf nachholen, Wäsche zur Wäscherei bringen und eine Tour für den Folgetag organisieren! Zum Glück haben wir spontan noch eine Tauchtour für den nächsten Tag ergattern können, so dass wir am Nachmittag noch entspannt zu einem richtig, richtig hübschen Strand spazieren konnten! Am

Abend des Hangover-Tages hat es dann nur noch für eine Pizza gereicht! 😛

Donnerstag mussten wir allerdings auch schon um 7h in der Tauchschule sein, um dann mit dem Taxi über die Insel zu fahren und dann mit dem Boot zu den Gordon Rocks zu fahren und dort zu tauchen! Und was soll ich sagen- auch wenn der Spaß mit 160 $ pro Nase sicher nicht günstig ist, hat es sich meeeega gelohnt: Ich habe Hammerhaie gesehen!!!! Und zwar nicht nur einen, sondern gaaaanz viele!!! Beim zweiten Tauchgang sind die sogar in einer großen Gruppe zwei oder drei Meter entfernt an uns vorbei geschwommen! 😀 Tollitoll!

Franci war zwischendurch auch tauchen und hat die Zeit sicher besser genutzt- ich habe mir an Deck nämlich einen richtig dollen Sonnenbrand zugezogen! :-/

Schlimmer hat es aber den Koreaner aus unserer Gruppe getroffen…der hat erstmal ein Spuckerchen gemacht, nach dem zweiten Tauchgang – vielleicht zu viel Aufregung!? 😉 Die Gruppe und auch die Crew war aber wieder ziemlich cool, so dass Franci und ich uns sehr gut an ein Leben auf dem Boot gewöhnen könnten!

Auf dem Rückweg haben wir dann noch einige Riesenschildkröten auf der Hauptstraße gesehen…aber die Taxifahrer wissen um die langsamen Verkehrsteilnehmer und umfahren diese locker.

Abends gab es noch leckere Ceviche für Franci und Camarones für mich, bevor wir „Hermanas“ noch auf ein paar Getränke von Guides und einem Teil der Tauchcrew eingeladen wurden! 😀

Nach der zweiten Nacht im Hostel ging es heute Morgen zum Flughafen von Baltra (Taxi, Boot, Bus) und von Guayaquil schaukeln wir jetzt mit dem Bus durch die Anden….

Falls es noch nicht deutlich geworden ist: Die Woche auf den Galapagos-Inseln haben mich ca. 2600 $ gekostet, waren es aber sooooooo was von wert!!! 😀

Viel Spaß beim Fotos ansehen:

https://www.dropbox.com/sh/6f4xa9yoyiwbaml/AACIbV-hSTvI7KN2iy_au6Waa?dl=0

 



Die zweite Woche in Quito

4 11 2016

Wo fange ich an?! Vielleicht mit letzten Samstagabend…da ist Alvaro (der schwule Schulleiter) nämlich im Appartement aufgeschlagen, um Franci willkommen zu heißen. Leider war er ca. 1,5 Std. zu früh da, so dass ich das Blogschreiben etwas zurückstellen musste und mit ihm Spanisch sprechen musste… 😉 Er ist etwas schusselig und erstma ne Flasche Wasser auf Francis Bett ausgekippt, so dass es irgendwie recht witzig war.

Nachdem Franci dann eine kurze Einweisung bekommen hat, wo alles ist und wie was funktioniert, war auch nicht mehr viel mit uns anzufangen…

Sonntag sind wir dann aber zeitig aufgestanden und zum Teleferico gefahren. Das ist eine Seilbahn, die einen auf 4100m bringt- auf den Vulkan Pichincha. Man könnte theoretisch noch auf 4600m hochlaufen…aber das haben wir uns gespart. Dafür hat man an der „Bergstation“ schon einen zu tollen Ausblick auf die große Stadt unter einem! 😀 Die Sonne ist dort oben natürlich auch krasser…oder eben der Wind kühler, je nach dem, was grad angesagt ist.

Danach haben wir auf dem Weg zur „Mitad del Mundo“ eine winzige Oma an ihrem Straßenstand besucht und uns etwas gestärkt. Da ich gedacht habe, der Mittelpunkt der Erde sei näher an Quito dran, hat mich die Fahrt von fast einer Stunde doch etwas überrascht. Aber irgendwann waren wir da und haben als wahre Kulturbanausen nur das „kleine“ Ticket gekauft, um das Wahrzeichen zu sehen und nicht noch die Ausstellungen drumherum zu besuchen.

Nach einigen vielen Fotos und der Einbildung, dass man dort tatsächlich ca. ein Kilogramm leichter ist, ging es wieder mit dem Bus in Richtung Innenstadt. Zur Ablenkung haben ein Brillenbastler (mehr schlecht als recht) und ein Zauberwürfel-Profi (sensationell) beigetragen. 😉

Irgendwann war an einem Busterminal Endhaltestelle und da wir nicht genau wussten, wie wir von dort mit den verschiedenen Bussen zurück kommen, war wieder ein Taxi angebracht.. Von dem haben wir uns auf einen Markt bringen lassen und sind da kurz eskaliert und haben „tütenweise“ Obst und Gemüse rausgetragen. Frei nach dem Motto: Sie wollen diese 10 Bananen?! Dann bekommen Sie die anderen 10 (verfaulten) auch noch dazu! 😉

Abends haben wir dann immerhin einen Teil der Einkäufe in einer leckeren Gemüsepfanne verwertet.

Montag durfte Franci dann auch für den Einstufungstest eher zur Schule. „In der ersten großen Pause“ war wieder die Vorstellungsrunde und dann wieder brav lernenlernenlernen! Gegen 15.30h haben unsere die Köpfe gequalmt, so dass wir zur Ablenkung in die Stadt gefahren sind, um nach Touren zu den Galapagos-Inseln Ausschau zu halten. Leichter gesagt, als getan. Aber irgendwann hatten wir ein Reisebüro mit einer 6-Tage-Tour, was uns sehr zugesagt hat. Der Preis!? Nun ja… günstig ist anders… 1280 $ für die Tour (6 Tage auf dem Katamaran, Unterkunft, Essen, Touren an Land sind inklusive), 500 $ für den Flug dorthin und nach Guayaquil zurück, 100 $ Eintritt für den Nationalpark Galapagos-Inseln, 20 $ für eine Flughafensteuer und x $ für Alkohol oder Schnorchelsachen (die müsste man nämlich an jedem Schnorchelstopp extra für 30-40 $ leihen). Gesamtsumme = Kein Plan! Und das ist auch besser so!!!

Fest steht, wir wollen dahin! Denn wer weiß, ob wir jemals wieder in Ecuador sind…

Also haben wir im Reisebüro unseren Plan für die knapp drei Wochen nach der Sprachschule umgestellt und gebucht. Zumindest wollten wir das… Bei Bezahlung mit Kreditkarte kommen aber nochmal 6 % drauf. :-/ Also wollten wir kurz zur Bank um Bargeld abzuliefern…es war mittlerweile kurz nach 18h. Allerdings sagte uns die Reisebürofrau dann, dass das Reisebüro eigentlich schon zu hat und wir morgen wieder kommen müssten.

Gut! Also noch was essen und mit dem Bus zurück zum Appartement um auf dem Weg nochmal die Bank zu schröpfen. Hat komischerweise allerdings nur einmal geklappt. Aber so hatten wir immerhin jeder 600$. Danach waren nur noch die steilen Treppen zum Appartement zurück zu legen und ab gings ins Betti! 🙂

Dienstag stand dann natürlich wieder Schule auf dem Plan und nachdem unsere Köpfe am Nachmittag wieder fast geplatzt sind, ging es wieder zur Bank. Leider erhielten wir wieder die Meldung, dass wir kein Geld bekommen würden! Hm…okay…andere Bank…! Auch nix…! Andere Bank?! Auch nix…! Verzweifelt ins Internetcafe, aber laut Bank-Homepage sei alles in Ordnung… Also nochmal fix andere Reisebüros aufgesucht um nachzufragen, ob dort Kreditkartenzahlung möglich ist… aber nein…es half also alles nix…wir mussten uns der Reisebürofrau offenbaren! 😉

Auch ihr Tipp, noch andere Banken aufzusuchen, war nicht von Erfolg gekrönt, so dass wir lediglich eine Anzahlung leisten konnten.

Dazu sei erwähnt, dass Mittwoch und Donnerstag hier Feiertage sind und eigentlich keiner arbeitet! Wir standen also ETWAS unter Zeitdruck!!! Die liebe Frau war aber so nett, uns zu verraten, dass am Mittwoch ab 8h morgens jemand im Reisebüro ist und wir dann den Rest bezahlen könnten. Nach der Schule sei es aber zu spät…

Also hieß es am Mittwochmorgen: Früh aufstehen! (Weswegen wir auch die Appartement-Party im anderen Haus geschwänzt haben).

Bis zu dem Zeitpunkt hatten wir auch die schriftliche Rückmeldung von den Banken, dass keine Sperrung oder ähnliches vorlag… das Tageslimet war ganz einfach überschritten!!! Hier Montagabend, in Deutschland bereits Dienstagmorgen! Unser zweiter Versuch am Dienstagnachmittag (hier), war immer noch Dienstagabend in Deutschland…

Nun denn..Versuch macht klug und um 7h morgens hatten wir die Kohle in der Hand!!! Zack zum Reisebüro, den Rest bezahlt und mit allen Bestätigungen in der Hand zur Schule!

Franci und ich hatten nämlich trotz Feiertag Unterricht- sonst hätte es sich für Franci ja gar nicht gelohnt!

Am Nachmittag waren wir dann mit unseren beiden Lehrern auf dem Markt und haben dort meeega leckeren Fisch gegessen!! Franci hat auf Davids Empfehlung hin noch einen grünen Saft getrunken (geschmacklich Gras mit Karotte). Danach gabs noch Colada Morada (den leckeren Brombeer-Saft) und die Lebkuchen-Kopie als Nachtisch. Anschließend waren wir zu nicht mehr viel in der Lage und hatten Schulschluss! 😉

Aber da wir ja eh in der Stadt waren, sind wir zum Plaza Grande gerollt und haben da über 1,5 Stunden Leute beobachtet!!! Kino ist nix dagegen! Zu herrlich!!! 😀 Die Figuren der Ecuadorianer kombiniert mit bunten oder zu engen Klamotten, die Frisuren, die Schoßhunde, … unglaublich unterhaltsam!

Aber um nicht total faul zu sein, haben wir im Anschluss noch einen Spaziergang durch das Centro Historico gemacht und darüber gestaunt, was am Straßenrand alles verkauft wird (Wäscheklammern, Kleidung für Hunde, Badezimmerdeko, Obst, Selfie-Sticks, Kuchen, Kehrschaufeln, …)

Abends hatten wir eigentlich vor, noch die LadiesNight mitzunehmen, aber die alten Ladies waren zu müde und so ging es rechtzeitig ins Bettchen! 😉

Heute Morgen hatten wir dann beide nochmal eine 3,5 Stunden-hardcore-Grammatikeinheit, bevor wir mit Alvaro und unseren beiden Lehrern zum Abschied gekocht haben! 😀 Die Armen mussten immerhin an beiden Feiertagen arbeiten und wir „mussten“ so viel lernen, so dass wir gesagt haben, wir wollen den Nachmittag entspannt ausklingen lassen!

Es gab Salat, Kartoffeln, Mote (eine weiße Mais-Art),. Platanos (frittierte Kochbananen), Fleisch, Käse und bei Bedarf natürlich scharfe Soße! 😉

Dazu haben wir einen Saft aus Baumtomaten getrunken. Baumtomaten sind eher Obst als Gemüse.

Den Nachtisch haben wir beigetragen: Glühwein und eine Art Lebkuchen! 🙂

Alles in allem wieder meeega lecker und ein sehr schöner Ausklang.

Nach einer Skype-Siesta sind wir dann nochmal zum Parque Carolina gegangen um ein bisschen Bewegung zu haben und das dann doch noch ganz gute Wetter zu genießen. Leider gibt es in der Schule und im Appartement nämlich keine Heizung und heute war es echt kalt! :-/

Anschließend sind wir nochmal in die Apotheke um vorsichtshalber Tabletten gegen Seekrankheit zu kaufen. Dann noch ins Einkaufszentrum um nach Schnorcheln Ausschau zu halten! Und siehe da- wir sind fündig geworden und müssen nicht die überteuerten Leihgebühren entrichten! 😉


Nun wird noch der Blog hochgeladen, gepackt, geduscht und nach dem Abendessen geht’s in die Heia! Denn morgen früh geht der Flieger auf die Inseln!!! 😀

Da es auf dem Boot sicher kein Wlan gibt, dürft ihr den nächsten Eintrag nicht vor Ende nächster Woche erwarten! 😉

 

Fotos: https://www.dropbox.com/sh/pw22sna1evl86r8/AAAX5-SsmdI1w9GjnKTXeIH7a?dl=0



Hola a todos!

30 10 2016

Seit der letzten großen Reise nach Vietnam und Kambodscha ist ein Jahr vergangen, seit dem Bildungsurlaub auf Teneriffa schon wieder zwei…also ist es dieses Jahr wieder Zeit, das Lernen und Reisen zu verbinden! 😀

Zwei Wochen Spanisch lernen in Quito und danach drei Wochen „rumreisen“ in Ecuador- nur damit ihr wisst, was auf euch zukommt! 😉

Letzten Samstag ging es also über London und Dallas in die Hauptstadt des Landes. Glücklicherweise ist mir immerhin zwei Tage vorher eingefallen, dass ich ja auch ESTA machen muss…für die Zwischenlandung und weil ich auf dem Rückweg ja noch zwei Tage in Miami bin. Hat alles geklappt, ich durfe ein- bzw. weiterreisen und hatte auf dem langen Flug sogar das Glück hinter so einer Trennwand im Flieger zu sitzen…also zehn Stunden lang Beinfreiheit!!! 😀

Übrigens darf ich nicht vergessen, dass ich Freitagabend nach dem letzten Spätdienst noch spontan mit Sarah auf dem Oktoberfest war- frei nach dem Motto: Wenn man einfach gar nicht schläft, hat man mehr vom Tag! 😉 Mitten in der Nacht also nach Hause, geduscht etc. und den Rest zusammen gepackt und schwups ging es mit dem DriveNow zum Flughafen, wo ich erstmal nicht aufs Gelände kam… :-/ Warum auch immer die Kamera „mein Kennzeichen“ nicht lesen wollte…?! Irgendwann hatte DriveNow dann offensichtlich genug an mir verdient, ich durfte das Auto parken und nach ein paar Sprachnachrichten mit Svea um 5h morgens bin ich dann auch abgehoben! 😉

Nach knapp 24 Stunden und einer „ortsangemessenen“ Taxi-Fahrweise (drei Spuren können in den Kurven gerne ausgenutzt werden und rote Ampeln sind abends in der Stadt nicht verpflichtend) bin ich von dem „Schulleiter“ ins Appartement gelassen worden. Kurze Erklärung und dann war ich auch nur reif fürs Bett. Wobei ich noch erwähnen muss, dass meine Lieblingsschicht Nachtdienst hatte und Dank Thai jeden geflogenen Meter auf dem Bildschirm verfolgt hat und mich mit Sprachnachrichten auf dem Laufenden gehalten hat! 😀 Ihr seid meeega!

Am Sonntag habe ich vormittags einen Spaziergang durch „mein Viertel“ gemacht. Sieht ziemlich schick aus und soll ein recht reicher Teil Quitos sein. Die Schule ist fünfzig Meter neben dem Appartement und um die Ecke ist auch ein großer Stadtwald. Der soll allerdings recht gefährlich sein…aber naja…

Im schicken Einkaufszentrum habe ich dann Carlos getroffen. Den hatte ich auf der Weltreise in Guatemala kennen gelernt und mittlerweile lebt er wieder in Ecuador.

Nachmittags habe ich dann Geld abgehoben, ein paar Lebensmittel eingekauft und weil ich so clever war ohne einen einzigen Stift loszudüsen auch gleich ein Paket Kullis! 🙂 Möchte ja eine vorbildliche Schülerin sein! 😛

Zu Hause“ habe ich dann auch meinen Mitbewohner Chris kennen gelernt. Der ist schon ein paar Wochen dort und kommt aus der Schweiz. Abends ist auch Morane angekommen, ebenfalls aus der Schweiz, allerdings aus dem französischen Teil. Die beiden sind noch ziemlich jung (23&20), so dass ich mir etwas alt vorkam bzw. -komme… :-/ Was derbe lustig ist: Wenn wir mit Morane reden, ist es ein lustiger Mix aus Deutsch, Spanisch, Englisch und un petit peu francais. Sie kann nämlich werder Spanisch noch Englisch und nur ein klitzekleines bisschen Deutsch – aber wir verstehen uns! 😉

Leider hatte Morane das Pech, dass ihre Koffer in Amsterdam hängen geblieben sind.. also habe ich sie ein bisschen ausgestattet! 😉

Joa, und Montag war dann erstmal der große „Test“. Ein Einstufungstest, um zu sehen, in welches Level die uns stecken.

Ich bin mit Chris und einem anderen Deutschen (Bernd) im Kurs. Der ist auch Samstag angekommen und hat erstmal sein Handy im Taxi verloren… Aber sonst ist er recht schlau! 😉 Ein Arzt. Xavier ist unser schwuler Lehrer. Man hätte ihn auch für einen Hipster halten können- er hat lilane Haare!!! Aber er hat mir ganz offen von seinem Ehemann erzählt. Ecuador ist also recht entspannt, was das angeht. Habe schon relativ viele schwule Pärchen gesehen!

Der Schultag läuft immer so ab, dass von um 9-11h Unterricht ist. Dann haben wir 20-30 Minuten Pause und dann nochmal zwei Stunden Unterricht. Danach haben die meisten Schluss und für mich geht es nach 45 Minuten noch mit meinem Einzelunterricht (auch bei Xavier) weiter. Vormittags ist viel Grammatik angesagt und nachmittags eher sprechen, mal ein Spiel spielen (an dieser Stelle ein Gruß an die Spiele-Gruppe…das Spiel ist ein Mix aus Dixit und dem Wölkchen-Spiel! :)) oder ein Film gucken und anschließend zusammen fassen oder Fragen beantworten oder eine Exkursion in die Stadt,…

Sisisi! 🙂 Montags ist dann auch noch eine große Vorstellungsrunde mit allen Schülern (ca. 20 und Lehrern (8?!) und am Freitag werden die, die fertig sind, verabschiedet und ab 11h macht man einen geselligen Unterricht mit allen – so haben wir gestern gelernt, wie man Mojitos macht..natürlich alles auf Spanisch und so dass anschließend alle ein oder mehr Drinks hatten…ich wiederhole…um 11h!!!!

Vorher schreibt man freitags noch einen Test. Aber der ist eher dafür da, den Lehrern zu zeigen, ob sie gut unterrichtet haben. Freue mich auch echt, „nur“ im Level A2-B zu sein!!! Auf Teneriffa war ich im Level B1-A (dazwischen ist noch das Level A2-C) und das war viiiiel zu schwer. Hab das damals auch gesagt, aber die Lehrerin meinte, dass ich ja viel spreche und das sehr gut ist, wohingegen die andere im Kurs kaum gesprochen hat, aber wenn war ihre Grammatik perfekt. Ich habe bis dato immer alle Zeiten, die ich kannte wild durcheinander geworfen…nun weiß ich wann ich welche der drei Vergangenheitsformen benutze. Dazu möchte ich kurz anmerken, dass ich im Deutschen die Zeiten offensichtlich nicht richtig benutze…zumindest wenn man sich strikt an die Theorie halten würde.. 😛

Da die Schule nachmittags immer noch ein paar Aktivitäten anbietet, haben wir Montag einen kleinen Rundgang durchs Viertel gemacht- wo sind die nächsten Supermärkte, Banken, Wäschereien, Restaurants, Busstationen,…

Dienstag haben wir eine „plata tipica“ gekocht. Eine typische einheimische Speise. In diesem Fall waren es Kochbananen (gekocht ^^), Zwiebeln (angebraten), ecuadorianischer, salziger Käse (der gar nicht mal so toll ist) und Eier. Alles zusammengematscht, fertig! Sah auch so aus, wie ihr euch das jetzt vorstellt- nicht gut! Hat aber geschmeckt! 🙂 Normalerweise kommt da auch noch ein Strauch Petersilie rein, aber sie waren so lieb und haben darauf verzichtet. 😉

Mittwoch waren wir auf dem „Souvenir-Markt“ und weil ich meine Vans vergessen habe, habe ich gleich mal ein sehr buntes Paar Schuhe gekauft! 😀 Danach habe ich noch die Reisebüros nach Last-Minute-Trips auf die Galapagos-Inseln abgeklappert…:-/ Schwiiiieriges und teeeeeuuuures Unterfangen…

Abends hat mich dann der Gruppenzwang davon überzeugt, die LadyNight am Mittwoch mitzunehmen. So war ich erst mit Chris und Morane essen und dann haben wir die anderen aus der Schule getroffen um ein Candelazo zu trinken. Ein heißer (!) Saft aus einer „Mini-Orange“ (säuerlich) und viel Zucker…und Vodka! Leider hat es mir sehr gut geschmeckt, was bei erheblichem Konsum gefährlich werden könnte.. 😛

Donnerstag war das Wetter nach der Schule meeega gut, so dass ich in einen großen Stadtpark gegangen bin. Da machen alle Leute Sport! Es gibt zig Fussball-, Basketball-, Volleyball-, Tennis-, … Plätze, die so gut wie alle (!!!) belegt waren. Auf einem Donnerstagnachmittag…kein Plan, wie die Ecuadorianer das machen…die fangen nämlich auch erst spät (so gegen 9h) an zu arbeiten.. offensichtlich dann so bis 15/16h! 😉

Aber mir gefällt das voll gut- hier werden überhaupt die Sportplätze mega viel genutzt…wahrscheinlich weil es keine Sportvereine oder so gibt. Die meisten spielen einfach, weil es Spaß bringt! Nicht nur auf Leistung fixiert! Me gusta! 😉

Ich könnte das allerdings nicht! Quito liegt auf 2850 m und ich bekomme Schnappatmung bei den Treppen bzw. den Straßen vom Supermarkt hoch zu unserem Appartement! Und zwar richtig! Unterhaltungen sind kaum möglich und am Anfang der Woche musste ich sogar zwischendurch Pause machen.. 😛 Echt krass!

Ach so…und hier oben ist das Wetter auch unberechenbar. Montag war es morgens noch total warm, dann wurde es gegen Mittag kühler und nachmittags hat es geschüttet. Das ganze hat sich Dienstag wiederholt und da hat es sogar die komplette Nacht auf Mittwoch durch geregnet, so dass ich kurzzeitig meine Länder-Auswahl in Frage gestellt habe. Aber seitdem ist es trocken. Teilweise zwar noch etwas kühl, wenn die Sonne nicht da ist…aber das ist bei der Höhe ja auch berechtigt! Dagegen habe ich mir auch schon einen Sonnenbrand geholt, als wir letztens mal Unterricht im Garten gemacht haben… :-/

Man muss hier auf alles vorbereitet sein! 😉

Freitag waren Xavier und ich mit ein paar anderen Schülern und Lehrern noch in der Stadt. Erst auf dem Markt, wo wir ein typisches saisonales Getränk probiert haben: Colada Morada! Ein semiger Brombeer-Saft mit Gewürzen. Schmeckt derbe lecker! 😀 Dazu isst man eine Art Lebkuchen, der mit Marmelade gefüllt ist. Das Ganze gibt es aber nur im Oktober/November zu Allerheiligen/Allerseelen.

Nachdem wir noch in der Stadt waren und ich nach dem Unterricht auch noch etwas durch die Gegend getapert bin, sind wir abends wieder feiern gegangen! 😀

War auch echt wieder lustig und dieses Mal sind die Cops nicht um 1h in die Clubs gekommen und haben die Party aufgelöst (wie Mittwoch), aber dafür wurde Morane leider ihr Portemonnaie und später auch noch ihr Handy aus der Handtasche geklaut! :-/ Derbe ätzend für sie. Erst die Koffer, die nicht ankamen, jetzt die geklauten Sachen..und das alles in der ersten Woche und sie hat noch 15 Wochen vor sich.. :-/

Aria, auch eine Mitschüler wurde gestern ebenfalls das Handy geklaut…aus der Hosentasche raus, im Bus.

Aber ansonsten soll Ecuador im Allgemeinen und Quito im Speziellen recht sicher sein und diesen Eindruck habe ich auch! 🙂

Bevor wir feiern waren, haben wir noch ein Trinkspiel gespielt…zwei Schweizer aus dem deutschsprachigen Teil, Morane, zwei Franzosen, ein Iraner und ein Ami..und ich! 😀 Jeder Karte irgendeine fiese Aufgabe und wenn man die verpasst, muss man – natürlich – trinken! Hat dazu geführt, dass alle ziemlich schnell ziemlich voll waren! 😛


Joa, und heute hat mich dann die Putzfrau um 8.30h geweckt… später habe ich dann mit meiner Familie geskypt und nachmittags war ich mit Carlos auf dem „Hausberg“ von Quito..el Panecillo. Und trotz der Warnungen wurden wir da nicht abgezogen! 🙂 Der Weg hoch war 30 Minuten Treppensteigen…das war mega anstrengend!! Puh…aber der Ausblick hat sich derbe gelohnt! 😀

Yes!! Und nun is Franci da!!!!

Ein paar Fotos:

https://www.dropbox.com/sh/pw22sna1evl86r8/AAAX5-SsmdI1w9GjnKTXeIH7a?dl=0