Chiang Mai

5 11 2017

Second one πŸ˜‰

Hab letztes Mal in der Kürze glatt vergessen zu erwähnen, dass es in dem einen Tempel soooo extrem nach Schweißfuss stank!!! Das sieht man auf den Bilder ja immer nicht, aber ich wollte es euch nicht vorenthalten! πŸ˜‰ Bei 1000, 2000 oder 3000 Chinesen auf wenigen Quadratmetern auch normal! πŸ˜‰
Btw: Timmi hatte freundlicherweise einer Chinesenfrauengruppe beim Fotos machen geholfen und als Dank sollte Juja unbedingt mit ins Bild! πŸ˜€
Und was ich auch vergessen habe zu erwähnen: Ich habe leider beim Probieren des Pilz-Spießes ein Loch in die Plastiktüte gebohrt und dies Timmi nicht gesagt.. Was dazu führte, dass Timmi dann Petersilie-Koriander-Soße auf ihrem Shirt hatte! :/ Sorry for that!!

So, weiter im Text:
Weil es zum Standardprogramm gehört, haben wir in der zweiten Nacht in Südostasien so gut wie gar nicht geschlafen! πŸ™ Ob es am Kaffee oder der Ausgeruhtheit durch die lange Nacht davor lag- man weiß es nicht.
Mittwochmorgen gabs trotzdem fix ein Frühstück, anschließend hieß es ab ins Taxi zum Flughafen.
Leider hat Juja irgendwas an ihrem Sandwich nicht vertragen, so dass ihr von da an durchgängig schlecht war! :-/ Unpassenderweise hatten wir auch noch einen ehemaligen Formel-1-Fahrer als Taxi-Mann…
Offensichtlich musste er aber Zeit im Berufsverkehr rausschlagen, um an einer Tankstelle schnell einen Hahn zu verschicken! πŸ˜›
Nach einer fürchterlichen Stunde für Juja, sind wir endlich am Flughafen gewesen…um zu erfahren, dass der Flieger Verspätung hat…
Letzendlich waren wir nach einem ruhigen Flug aber gegen 14.30 Uhr im Hotel in Chiang Mai.
Juja hat uns das Erkunden der Stadt und Planen der nächsten Tage überlassen. Sie war zwar noch kurz mit beim 7/11 um sich mit Wasser&Bananen zu versorgen, aber selbst als sie uns später noch kurz im Restaurant&CafΓ© besucht hat, ging es ihr nicht besser.
Die Nacht sollte für sie auch noch schlimmer werden, so dass sie am nächsten Tag auch nicht wie geplant mit zu den Elefanten konnte. πŸ™
Also haben Timmi und ich auf Jules Anraten&Empfehlen die Stunde Fahrt im Minibus zum neuen Elefanten-Camp gemacht und wurden mehr als belohnt!!!
Es gibt seit ca.zwei Jahrzenten eine Thailänderin (Lek), die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Elefanten aus ihrem Arbeitsalltag zu befreien. Viele werden hier noch für die Holzpfählerei oder als Zirkustiere gehalten. πŸ™ Lek „kauft“ die Elefanten und deren Wärter auf, um ihnen ein schönes Leben ohne Tierquälerei zu bieten. Die Mahuts werden derart eingebunden, dass sie weiterhin einen Job mit/bei den Elefanten haben, aber diese eben nicht mehr so schlecht behandeln. Mittlerweile gibt es zig dieser Camps und das, in dem wir waren, wurde einen Tag zuvor eröffnet!!! Da neben Timmi und mir nur vier andere Leute die Tour gebucht hatten, könnten wir uns um die drei Babyelefanten und einen Opaelefanten kümmern!!! πŸ˜€
Wir bekamen die „Elefanten-Wärter-Uniform“ und haben die Bananen gewaschen und das Zuckerrohr zerschnitten. Danach durften wir die Dickhäuter füttern und uns mit ihnen bekannt machen, bevor wir samt Mahuts und natürlich Elis in den Dschungel spaziert sind! πŸ˜€ Das war großartig!! Die Viecher latschen dahin, wo sie Futter riechen und nehmen sich einfach den Platz, den sie brauchen!
Einmal sind sie sich selbst an einer engen Stelle in die Quere gekommen: Da würde richtig kräftig trompetet und dann war offensichtlich klar, wer vorne laufen würde! In etwa so, wie wenn kleine Kinder sich streiten. πŸ˜‰
Wir konnten die Rüsseltiere füttern, streicheln, Fotos machen, beobachten,…einfach diese großen Tiere auf uns wirken lassen! Mega schön! πŸ˜€
Zum Mittag ging es zurück ins Camp, die Elis sind vor Freue förmlich in ihre Gehege zum Futter gesprintet!! Am Nachmittag sind wir alle (Elis&Menschis) im Fluss baden gegangen! πŸ˜€ Wir durften die Dickhäuter komplett nass machen und sie haben das Selbe mit uns gemacht in dem sie ihren Rüssel von rechts nach links ins Wasser geschlagen haben. Mega witzig!!
Insgesamt eine richtig tolle Tour ohne Touri-Elefanten-Reiten-Programm etc. Ich denke, 270 Bilder sprechen wahrscheinlich für sich!! πŸ˜‰

Abends haben wir dann Juja leider ins Krankenhaus bringen müssen! :-C Über den Tag ist ihr immer schwindeliger geworden und die Magenschmerzen wurden auch immer fieser. Laut erster Diagnose des Doktors hat sie eine Lebensmittelvergiftung! Möglicherweise von der Mayo im Sandwich- seit dem ist es ja immer schlimmer geworden. :-/ Und Timmi und ich haben zwar unvernünftigerweise ansonsten alles (rohes Gemüse, …) gegessen, aber bisher kommen unsere Saumägen wohl gut damit zurecht.. πŸ˜‰

Juja hatte sich informiert, dass das das beste Krankenhaus in Chiang Mai sein sollen. Und es ging auch alles ratz-fatz. Fortschrittlich wurde Juja am Anfang mit Β΄nem Bild erfasst, was dann jeweils die behandelnde Schwester oder der Arzt auf seinem IPad hatte.

Nach dem Check-In haben Timmi und ich die Chance genutzt und sind Fisch essen gegangen! πŸ˜‰ Kleiner fieser Spaß- ich weiß! Dabei haben wir eine andere Deutsche kennen gelernt, die vom Lichterfestival am WE in Chiang Mai erzählt hat. Dazu später mehr. Nach dem Essen ging es für uns zum Hostel, um uns ein Hotel für die nächsten paar Nächte zu organisieren, da ja feststand, dass wir vorerst nicht geplant, nach Chiang Rai reisen würden.

Am nächsten Morgen sind wir nach dem Hotel-Hopping zu Julchen um sie auf ihrer Station zu besuchen. Vergleichsweise hatte sie das bisher komfortabelste Zimmer der Reise erwischt: Einzelzimmer, klimatisiert, privates Badezimmer, All Inclusiv was das Essen angeht, persönliche Betreuung auf Knopfdruck! πŸ˜‰

Zum Glück hatte der ADAC Dank Steffens Kümmern schon Kontakt zum Krankenhaus aufgenommen und so war mit der Bezahlung des β€žLuxus-Aufenthaltsβ€œ zumindest alles geregelt.

Aber so spaßig das Ganze klingt, lustig war es für Juja natürlich zu keiner Zeit! Im Gegenteil: Schmerzen im Magen und der extreme Schwindel haben dazu geführt, dass Juja verständlicherweise nur nach Hause wollte! πŸ™

Nach dem Besuch am Vormittag und dem Versuch sie etwas aufzumuntern und abzulenken, sind wir durch Chiang Mai gestromert. Ein kleiner Besuch im Park mit gefühlt einer Million Tauben (.-C ), einer echt wohltuenden Massage und nem Snack am Straßenstand, sind wir kurz in Hotel, um dann weiter zur Brücke am Fluss zu tingeln. Timmi hatte ermittelt, dass man dort hin muss, wenn man die bekannten Laternen steigen lassen oder zumindest sehen will.

Auf dem Weg dorthin haben wir zig hundert Leute gesehen, die die selbst Idee hatten und Dank des Gruppenzwangs haben wir am Ende auch solche kleinen schwimmenden Krathong gekauft. Die sind aus Palmen und Blumen, sehr hübsch, und mit Kerzen und Räucherstäbchen dekoriert. Man zündet die Krathong an und schickt diesen Wunsch den Fluss runter.

Für Juja wollten wir auch noch unbedingt einen Wunsch losschicken, so dass wir eine Laterne gekauft haben und dann zur Brücke gegangen sind.

Dort war es schon β€žetwas busyβ€œ, aber wir haben noch ein schönes Plätzchen gefunden und konnten zusehen, wie es immer, immer voller wurde. Kaum war es dunkel wurden auch die ersten Laternen angezündet und abgeschickt. Bei dem Menschenauflauf gabΒ΄s natürlich immer wieder kleine Zusammenstöße, aber soweit wir das sehen konnten, wurde niemand ernsthaft verletzt. Von den Laternen in der unter Strom stehenden Straßenbeleuchtung und den brennenden Laternen in den Bäumen mal abgesehen. πŸ˜‰

Wir haben Jujas Wunsch unter Mithilfe von einem älteren einheimischen Ehepaar (das wir auch mit nach Deutschland nehmen wollten, weil sie so süß waren und die wir schon Mai und Rai genannte haben), und nach dem ausgiebigen Studium von anderen Anfängern angezündet und in den Nachthimmel entlassen! Hoffen wir, dass der Wunsch in Erfüllung geht- ihr ist es im Moment am meisten gegönnt!!! Der Himmel sah mit den ganzen Laternen echt sooo schön aus! πŸ™‚

Nach einem halbstündigen Kampf um von der Brücke zu kommen (es war soooo viel voller als beim Hafengeburtstag o.ä.), haben wir noch unsere Schiffchen aka Wünsche in den Fluss gesetzt und sind den herabfallenden Feuerbällen um ein Haar entkommen.
Danach wurde fix auf dem Nachtmarkt gegessen, um dann mit dem Tuktuk ins Krankenhaus zu fahren um zu schauen, wie es Juja ging und ihr von unserem Tag zu berichten.

Am Samstag sind wir dann natürlich nach dem Frühstück wieder zu Juja gefahren. Leider ging es ihr vergleichsweise schlecht, was uns natürlich alle traurig gemacht hat. πŸ™ Trotz Medis waren die Magenschmerzen wieder da und so weit entfernt von zu Hause ist alles nochmal etwas mehr kacke als zu Hause! :,-C

Übrigens ist uns ein Tuktukfahrer gleich davon gefahren, als wir ihm erzählt haben, wo wir hinwollen! πŸ˜€ Angsthase!

Wir sind nach dem traurigen Besuch trotzdem zu unserer Wanderung aufgebrochen. Timmi war so vernünftig, ihr Veto in Bezug auf eine organisierte Wanderung für teures Geld einzulegen und so sind wir Dank der Google-Ergebnisse zu β€žDIY trekking Chiang Maiβ€œ auf diesen Trip gekommen.

Man startet an einem Wasserreservoir und schlägt sich sprichwörtlich seinen Weg durch den Urwald! In den Kommentaren steht sogar, dass man seine Machete mitbringen soll. Die hatten wir leider nicht und so mussten die Beine herhalten! :-/ Timmi war so clever, eine lange Hose anzuziehen! πŸ˜‰

Durch den Dschungel ging es zu einem riiiiiiesigen Wasserfall!!! Der war soooo beeindruckend! Locker 20-25 Meter hoch waren wir ordentlich beeindruckt und haben uns gefreut, dass wir ihn mit Maps.me gefunden haben. Schilder oder andere Touris sucht man nämlich vergebens. πŸ˜‰ Was für uns zu einer kühlen Dusche mitten im Wald geführt hat! Herrlich- nach dem Schwitzen durch das bergauf Laufen! πŸ˜€

Erfrischt ging es bis auf knapp 700 Meter hoch. Von dort hatten wir einen tollen Blick in die Umgebung und konnten Dank wenig Smog sogar bis nach Chiang Mai gucken! Am Hubschrauberlandeplatz mitten im Nirgendwo (was bringt der da?!?!) haben wir ein Picknick gemacht und die Familienpackung Chips weggeschreddert! πŸ˜€ Es lebe die gesunde Ernährung! πŸ˜›

Danach sind wir die restlichen Meter zum See zum Glück ohne viel Hinplumpsen trotz des teils rutschigen Bodens. Dort hat uns nach kurzem Frisch-Machen der Tuktukfahrer vom Vormittag wie verabredet aufgegabelt und wir sind wieder zu Juja gefahren. Ich konnte meine zerkratzten Beine von meinem Kampf mit dem bekannten thailändischen Löwe zeigen….

Abends ging es Juja erfreulicherweise schon deutlich besser als am Morgen und wir konnten noch einen schönen Abend zusammen verbringen und uns dabei über die aufmerksamen und lieben Schwestern (pee or poo) amüsieren, bevor wir nicht wirklich lecker zu Abend gegessen haben (das Essen war so langweilig, dass sogar ich scharfe Soße über den Reis mit Scheiß gießen musste). Danach mussten wir leider Jujas Koffer nach β€žbrauchbarenβ€œ Sachen durchflöhen, weil nun feststand, dass sie nicht weiter mit uns reisen wird.

Die Lebensmittelvergiftung hat sie so schwach gemacht, dass sie sobald es irgendwie möglich ist, nur noch nach Hause fliegen möchte, um sich dort vollständig zu kurieren.

Am Sonntagmorgen mussten wir also samt Jujas Koffer ins Krankenhaus und nach der Abmachung, dass ab jetzt jeder täglich zehn Bilder in unserer WhatsApp-Gruppe posten muss, hieß es dann Abschied nehmen!!! :-C

Der Plan Anfang diesen Jahres war ein anderer und nach nur zwei richtigen Tagen in diesem südostasiatischen Land so viel Zeit im 11.Stock eines Krankenhauses zu verbringen, hat sich keiner gewünscht! Wir wünschen der Eule natürlich ganz schnelle und gute Besserung und werden als Garnelenschwänze die Reise mit ihr in Gedanken weiter machen und so oft es die Internetverbindung zulässt Videocalls machen! πŸ˜€

Nun sitzen wir im Taxi, um nach Chiang Khong zu fahren. Durch den Stress der letzten Tage haben wir es verbaselt, ein Busticket zur Grenze nach Laos zu kaufen und so ist alles ausgebucht und uns bleibt nur diese teure Variante. Aber für 78 € für fünf Stunden fährt man in Deutschland auch noch kein Taxi! πŸ˜‰ Also die Zeit nutzen, den Blog schreiben und Bilder für euch aussuchen! πŸ˜‰

Eine kleine Anekdote noch: Hier gibt es häufiger unattraktive europäische Männer (Deutsche?!) und klischeemäßig laufen diese Hand in Hand mit Thailänderinnen. Unsere Verachtung haben sie meist eh, aber letztens laufen wir hinter so einem Pärchen und selbst die einheimischen Thais verspotten diese Pärchen, denn in dem gehässigen Thai-Satz war das deutsche Wort β€žLIEBEβ€œ eingebaut und klang alles andere als ernstgemeint! πŸ˜‰

Wir melden uns Donnerstag wieder, wenn wir von den Gibbons und dem drei-Tage-Zipline-Trip zurück sind! πŸ˜‰

Bilder:Β https://www.dropbox.com/sh/athecy57l863nnw/AAD4IWGFEqt3m8CMOteKAMOna?dl=0



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